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Kritik von Tobias Krebs zu 'Public Enemies'

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Kritik von Tobias Krebs
veröffentlicht am 30.12.2010
90%
"Public Enemies" macht eines der schillerndsten Kapitel amerikanischer Gangstergeschichte lebendig: John Dillingers legendäre Raubzüge, die ihn zum meistgesuchten Mann auf der Fahndungsliste des damals noch jungen FBIs und zum Helden für einen großen Teil der unterdrückten, benachteiligten Bevölkerung in den Zeiten der Großen Depression in den USA der 30er-Jahre machten. Niemand schien den charismatischen Dillinger und seine Gang stoppen zu können. Keine Gefängnismauer war hoch genug, um ihn zu halten, und sein dreister Charme machte ihn zum Helden, genauso für seine Freundin Billie Frechette, wie für viele Amerikaner, die in ihm einen gerechten Denkzettel für die Finanzwelt sahen, und Ursache für die Weltwirtschaftskrise war. Dillingers Gang, zu der später auch "Baby-Face" Nelson und Alvin Karpis gehörten, hielt die Menschen in Atem und gab dem ehrgeizigen J. Edgar Hoover auf der anderen Seite eine Chance, das FBI und dessen Macht auszubauen. Er ernannte Dillinger zu Amerikas erstem 'Public Enemy' und schickte ihm mit Melvin Purvis den "Clark Gable des FBI" auf die Fersen. Zunächst spielten Dillinger und seine Gang nur mit Purvis Agenten und entkamen immer wieder in wilden Verfolgungsjagden oder Schießereien. Erst als ein paar ehemalige Revolverhelden ins Agenten-Team geholt wurden und es gelang, Dillingers Organisation durch Verräter wie die 'Lady in Red' und den Gangsterboss Frank Nitti zu unterwandern, konnten Purvis und das FBI die Schlinge enger ziehen.

Wie in "American Gangster" will auch dieser Film durch zwei gute Hauptdarsteller punkten - hier sogar zwei absolute Hollywoodmegastars. Beide überzeugen auch voll. Was nicht ganz überzeugen kann, ist die sehr langatmige Story. Zwar gibt es viele actionlastige Szenen, trotzdem verliert man das ein oder andere mal den Sinn aus dem Blick. Dadurch wird die Story leider sehr langatmig und eher langweilig. Mir persönlich gefiel vor allem Johnny Depp, der doch tatsächlich auch ernste Rollen glaubhaft spielen kann - ich ziehe mienne Hut vor diesem Genie, denn das können die wenigsten. Aber natürlich spielt auch "the new Batman" Christian Bale seine Rolle unglaublihc intensiv. Dadurch entsteht ein Feuerwerk der Actionklasse, dass bis zum furiosen Knall am Ende nicht mehr aus den AUgen gelassen werden will.
Wer also die wirklich langatmige Story überstehen kann, wird einen Film sehen, der trotzdem überzeugen kann - aufgrund zwei absolut genialer Darsteller in den Hauptrollen und vielen guten Nebencharakteren. Ein toller Film, von dem ich mir aber eine etwas kürzere Story gewünscht hätte - natürlich ist das Thema komplex. Trotzdem schreckte mich die Story zu sehr ab.

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