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Kritik von André Gerstenberger zu 'The Great Wall'

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Kritik von André Gerstenberger
veröffentlicht am 14.01.2017
100%
Auf diesen Film habe ich wirklich sehnsüchtig gewartet. Eine Film aus China mit internationalen Schauspielern ist sehr gewagt, da zwei Kulturen aufeinander treffen. Ich muss zugeben, das man dies beim Film auch spüren wird. Für Willem Dafoe und Matt Damon, war es eine wichtige Erfahrung in einem chinesischen Film einmal mitspielen zu dürfen. Was das Schauspiel angeht, kann ich euch beruhigen. Man hörte im Internet oft, das Willem Dafoe und Matt Damon ihre Rollen hölzern spielen würden, jedoch ist nicht wahr. Sie spielen ihre Rollen mit der gewohnten Qualität, das es hier und da vielleicht einmal etwas ungewohnt sein mag, liegt an den Dialogen. Ich musste im Kino bei manchen Dialogen etwas schmunzeln, jedoch liegt dies an den sehr einfach geschriebenen Dialogen. Ich denke die Drehbuchautoren, haben das Drehbuch so geschrieben, wie es sich der Regisseur vorgestellt hat. Die Geschichte ist nämlich kaum vorhanden. Alte Monster, die alle 60 Jahre die Chinesische Mauer angreifen, klingt genau so dämlich wie es im Film auch ist. Es ist viel mehr ein Vorwand, für die wirklich grandiosen Actionszenen.

Ich habe bestimmt schon 700 Filme im Kino gesehen, aber dieser Film hat mich wirklich umgehauen. Visuell bekommt der Zuschauer das geboten, was Hollywood schon seit 20 Jahren nicht mehr gebacken bekommt. Er wird nämlich einen echten WOW-Effekt erleben und dies nicht so schnell vergessen. Angefangen mit dem tollen Szenenbild. Alleine die ersten Szenen zeigen, wie sehr sich die Chinesen von den anderen Ländern unterscheiden.
Der Regisseur konzentrierte sich auf das visuelle und hat meiner Meinung nach, alles richtig gemacht. Die 105 Minuten vergehen wie im Flug. Ein weiterer Grund für das tolle Filmerlebnis sind die weltbesten 3D-Effekte. Sowas habe ich noch nie erlebt. Ich würde sagen sowas erlebt man nur sehr selten. Bei den Actionszenen habe ich mich teilweise so sehr erschrocken, das ich es nicht fassen konnte, das ich sowas mal noch erleben darf. Die Popup/Tiefen - 3D Effekte sind mit Abstand das Beste was das Kino jemals zu sehen bekam. Das sage ich aus Erfahrung, denn so muss ein 3D Film aussehen. Selbst bei den Landschaftsaufnahmen, hat man einen gewissen 3D-Effekt erlebt und das zeugt von hoher Kunst, wenn man das richtige Team für die einzelnen Posten hat. Ich möchte an dieser Stelle nicht zuviel verraten, denn überzeugt euch selber davon.

Kommen wir nun zum Drehbuch. Was mich sehr überrascht hat, war die Beteiligung von Edward Zwick, er hat zusammen mit Marshall Herskovitz, Carlo Bernard, Doug Miro, Tony Gilroy und Max Brooks das Drehbuch verfasst. Zugegeben so viele Drehbuchautoren hätte man für so eine Art von Geschichte sicherlich nicht benötigt, jedoch hat jeder seine Ideen mit einbringen dürfen. Insgesamt ist das Drehbuch sehr einfach ausgefallen, mit Zweckmäßigen Dialogen und einer nun ja nicht wirklich berauschenden Geschichte, aber ich kann es mir nur so erklären das man von vornherein das Konzept genau so umsetzten wollte, damit eben die furiosen Actionszenen ganz klar das Highlight des Films darstellen. Eine Liebesgeschichte oder sowas wie Gefühlsduselei hat man komplett vernachlässigt und das finde auch gut so, denn man hat sich auf das wesentliche konzentriert und das lobe ich mir.

Das Budget betrug 135 Millionen Dollar und auch hier muss ich Yimou Zhang ein großes Lob aussprechen. Denn mit diesem enormen Aufwand und den gefühlt 100.000 Komparsen, muss es für ihn ein großer Akt gewesen sein, dort die Übersicht zu bewahren. Jedoch ist er ein Altmeister seines Faches und hat dies mit Bravour gemeistert. Er hat auf alle Details geachtet und ich konnte keinen wirklich erkennbaren Patzer wahrnehmen. Wie gesagt in Hollywood hätte man das mit diesen Budget nie so inszenieren können, da hätte man locker 200 Millionen Dollar benötigt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Laufzeit. Ich finde sie ist genau richtig, für diese Art von Film. Ich habe mich keine einzige Minute gelangweilt.

Aus technischer Sicht, wird man mit einer legendären Kameraführung belohnt. Also der Kameramann hat wirklich alle technischen Spielereien ausgepackt. Selten hat mich eine Kameraführung so sehr gepackt, wie bei diesem Film. Man hat sich für Meterlange Kamerafahrten entschieden und dies immer wieder mit direkten Nahaufnahmen kombiniert. Es gab eine Szene da wurde mir sogar schwindelig, aber das werdet ihr selber bemerken, wenn ihr diesen Film im Kino anschauen werdet. Der Schnitt ist ebenfalls sehr angenehm, ohne 1000 Zwischenschnitte bei den Actionszenen.

Fazit: Meiner Meinung nach hat Yimou Zhang hier den Besten Film abgeliefert, wenn man 103 Minuten sich zurücklehnen möchte und dabei einmal auf eine große Geschichte verzichten kann. Ich bitte euch, lasst euch nicht von den Kritiken beeinflussen, denn wie gesagt ihr werdet mit fulminanter Action belohnt und dabei unterstützt von den besten 3D-Effekten, die ich jemals gesehen habe. 10/10

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