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Kritik von Mathias Broxtermann zu 'Gods of Egypt'

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Kritik von Mathias Broxtermann
veröffentlicht am 17.06.2017
25%
Unter dem Dach des Konzerns Marvel Entertainment versammeln sich viele Unternehmen der Unterhaltungsbranche, darunter die Marvel Studios, die Kinofilme mit den verschiedenen Comichelden des Hauses realisiert. Zu den bekanntesten Characteren gehören Spider-Man, die X-Men und Hulk.
www.marvel.com

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Geständnis vorab: Ich habe mir "Gods of Egypt" gezielt angesehen, weil man nur Negatives über ihn liest. Zuerst kamen die miserablen Kritiken, dann der eher ungeschickte Konter von Regisseur Alex Proyas, der Kritiker pauschal als "verseuchte Aasgeier" beschimpfte (ungeschickt, wenn man drüber nachdenkt...), und letztendlich der Flop an der Kinokasse.

Warum also diesen Film sehen?

Nun, es ist immer etwas Interessantes daran, auch komplett verrissenen Filmen eine Chance zu geben. Vielleicht findet man ja einen Aspekt, der anderen entgangen ist, und am Ende mag man den Film (Hey, ich mochte den "Wolfman"). Oder man findet am Ende einen grandiosen Haufen Schlock, einen "so bad it's good" Streifen. Die potentielle Belohnung ist da. Außerdem muss man, wenn man sich mit Filmen enger beschäftigt, auch einige schlechte Filme kennen, um den Wert guter Filme schätzen zu können.

Leider bin ich bei "Gods of Egypt" nicht fündig geworden, aber der Film hat definitiv etwas Besonderes. Er ist ein echter, hundertprozentiger, vollausgewachsener Stinker! Nichts an diesem Film passt: Die Schauspieler sind so hölzern, dass sogar Gerard Butler seine Kollegen mit seiner üblichen Gerard Butler-"Hear me Roar"-Routine an die Wand spielt. Die zentralen Rollen der alt-ägyptischen Gottheiten wurden übrigens auch alle mit westlichen Kaukasiern besetzt, was im Vorfeld ebenfalls zu einem kleinen Eklat geführt hat. Geoffrey Rush tritt als Sonnengott Ra auf, und feuert mit einem großen Laser auf einen intergalaktischen Wurm (was sonst?), und man könnte meinen es könnte in nicht weniger interessieren. Chadwick Boseman spielt Thoth, und experimentiert munter mit seinem britischen Akzent herum, was in dieser Kulisse mehr als nur irritierend ist. Allgemein scheinen alle Schauspieler vorher Monty Pythons "Ministry of silly talking" besucht zu haben, wenn ich dieses nicht gerade erst kreiert hätte.
Diesen Film zu sehen lässt einen ständig verwundert und verblüfft zurück, allerdings nicht auf die Weise wie sie Proyas gerne hätte. Handlung und Dialoge sind abgedroschen, träge und unfreiwillig komisch. Um das Ganze noch zu verschlimmern ist das hier einer dieser Filme die glauben, sie wären witzig und mit einer gewissen Selbstironie gesegnet. Netter Versuch. Die Effekte sind gemessen am Budget erbärmlich, die ständige Überladung der Leinwand mit diesen lässt alle anderen Aspekte des Filmes nur um so blanker dastehen.
All das lässt einen wundern, was wohl in Proyas Kopf vorging als er diesen Film machte. Ich meine wir schreiben das Jahr 2016 als der Film erschien, dies ist die Zeit der Marvel Filme, Blockbustern von Christopher Nolan und diverser anderer Qualitätsproduktionen. Alles an diesem Film fühlt sich veraltet, billig, stumpf und unsexy an. Er ist spektakulär dämlich und schlecht konstruiert, und es sieht so aus als müsste Proyas, an dem ich wegen "The Crow" und "Dark City" nie das Interesse verloren habe, den Preis dafür zahlen.

Unterbewerteter Geheimtipp, unterhaltsamer Schund oder Fiasko? Ich fürchte Fiasko.

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