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Kritik von Elke König zu 'The Revenant - Der Rückkehrer'

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Kritik von Elke König
veröffentlicht am 01.06.2017
95%
Inhaltsangabe:

Anfang des 19. Jahrhunderts: Der Trapper und Abenteurer Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) führt zusammen mit seinem halbindianischen Sohn ein Trupp Soldaten und Pelzhändler durch unbesiedeltes Gebiet, in denen blutrünstige Indianer ihr Unwesen treiben. Bei einem Erkundungsgang gerät er zwischen die Fronten eines Bärenjunges und dessen Mutter.

Die Bärenmutter greift ihn an und verletzt ihn sehr schwer, ehe er es töten kann und darunter begraben wird. Sein Trupp findet ihn und sie flicken ihn notdürftig zusammen, wohl wissend, dass Hugh es nicht überleben wird. Zum nächsten besiedelten Fort sind es noch viele Meilen und das Gelände ist unwegsam. Die Indianer, die nach einer entführten Häuptlingstochter suchen, sind ihnen dicht auf den Fersen.

So entscheidet der Trupp, ihn zum Sterben zurückzulassen. John Fitzgerald (Tom Hardy) und Jim Bridger (Will Poulter) bleiben bei ihm, während die anderen weiterziehen. John jedoch sieht nicht die Notwendigkeit, Hugh beim Sterben zu begleiten, tötet seinen Sohn und erzählt Jim von Indianern, die in der Nähe lauern sollen. Sie verlassen Hugh, der fiebrig in seinem ausgehobenen Grab liegt und nicht in der Lage ist, sich zu artikulieren oder zu gehen.

Der Trapper, der eigentlich nach allen Gesetzen der Natur schon längst tot sein sollte, kann sich jedoch aus dem Grab kämpfen, beseelt von dem größten Wunsch, den hinterhältigen Mord an seinem Sohn zu rächen ...

Mein Fazit:

Dies ist definitiv kein Film für schwache Nerven!

Wahrlich nicht. Der Anfang ist schon ziemlich erschreckend. Da ist eine große Gruppe Männer, Soldaten, Pelzjäger und mittendrin Hugh Glass alias Leonardo DiCaprio, die von einem Indianerstamm angegriffen wird, die nach einer entführten Häuptlingstochter suchen. Es wird gemetzelt und gekämpft und die Truppe um Hugh kann sich mit dem Boot über den Fluss retten, wesentlich dezimiert und teilweise verletzt.

Die Härte der Natur kommt jedoch noch deutlicher hervor, als eine Bärenmutter den erfahrenen Trapper und Abenteurer angreift. Was für ein Kampf! Wie sie ihn gedreht haben, mag ich mir gar nicht ausmalen. Täuschend echt kommt der Angriff auf dem Bildschirm beim Zuschauer an und man hält einfach nur fassungslos und gespannt den Atem an. Doch diese Szene ist nicht alles, was dem interessierten Zuschauer geboten wird. Dem Regisseur bieten sich noch viele Gelegenheiten, die Wildheit der Natur zu demonstrieren und wie brutal die Zeiten damals waren. Die wahre Geschichte um den Trapper Hugh Glass spielt im mittleren Westen, unbesiedeltes Land und in einem sehr harten Winter. Die Zivilisation scheint Galaxien entfernt, es gibt nur das Recht des Stärkeren.

Die Geschichte um den Bärenangriff ist geschichtlich überliefert, inwieweit jedoch der Verlauf der Geschichte, die darauf folgt stimmt, ist nicht gesichert. Ebenfalls ist die Existenz des Sohnes umstritten, der aus der Beziehung mit einer Indianerin entstanden sein soll. Vermutlich hat der Drehbuchautor dies zu dramaturgischen Zwecken mit eingebaut.

Bei Wikipedia ist nachzulesen, welche Strapazen der Regisseur seinem Team auferlegt hat. Leonardo DiCaprio, der für diese Rolle seinen ersten -längst überfälligen- Oscar bekommen hat, hat die Rolle des Trappers mit einer solchen Überzeugungskraft dargestellt, dass man nur immer wieder gebannt war. Hugh Glass war am Hals verletzt und konnte daher lange nicht sprechen. Selbst essen und trinken war anfangs schwierig und so erklärt es sich von selbst, dass DiCaprio überwiegend nur mit seiner Mimik und Gestik seine Gefühle und Gedanken ausdrücken konnte. Es ist ihm hervoragend gelungen.

Es gab die eine oder andere Szene, wo ich einen Augenblick nicht hinschauen konnte, so unfassbar war es. Das es sich tatsächlich so oder so ähnlich mal abgespielt haben könnte, daran besteht für mich kein Zweifel. Ob Hugh Glass das alles erlebt hat, bleibt leider weiter ein Rätsel. Glaubhaft ist es in jedem Fall.

Wegen der äußersten Brutalität kann ich dem Film keine 100% geben, aber 95% schon. Leonardo DiCaprio wird für mich immer in Verbindung mit dieser Rolle sein, er hat einfach grandios gespielt! Trotz der zweieinhalb Stunden Laufzeit gab es nicht eine Sekunde Langeweile. Die Zeit verging eher wie im Flug.

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