Eines vorneweg: Der Wirbel, den dieser Film verursacht (Zensur in Thailand, Proteste ...) ist mal wieder unter aller Kanone. Da melden sich mal wieder Hans und Franz und wittern eine weltweite Verschwörung aufgrund einer fiktiven Detektivgeschichte, die bereits seit längerer Zeit als Buch erhältlich und dazu noch megaerfolgreich ist.
Zum Film: Obwohl natürlich einige Handlungselemente aus Zeitgründen entfernt oder verändert wurden, handelt es sich weitestgehend um eine detaillierte Umsetzung des Buches. Wirklich bedauerlich ist jedoch, dass die Gedanken und Hintergrundgeschichten der Protagonisten im Film verständlicherweise fast ungeklärt bleiben und die Figuren deshalb ziemlich blass erscheinen. Desweiteren bleiben Details wie die Erläuterung der "Fibonacci-Sequenz" und beispielsweise die Klärung der Frage, warum Sophie Langdon anfangs hilft, ungeklärt, was im Film für einige Logiklöcher sorgt .
Einerseits würde ich Nichtkennern des Buches empfehlen, es vor dem Schauen des Filmes zu lesen, um der Handlung besser folgen zu können. Andererseits ist es aber eigentlich nicht nötig den Film zu schauen, wenn man das Buch bereits kennt, da absolut nichts Neues präsentiert wird und anhand der Story einfach keine visuellen Sperenzien möglich sind, die einen Kinobesuch rechtfertigen würden. Bleibt wohl nur noch die Frage, ob denn nicht wenigstens die Schauspieler einen Grund zum Sehen des Films liefern. Klares nein. Hanks und Konsorten spielen (mit Ausnahme von Paul Bettany, der wirklich gut ist) nur mittelmäßig. Zusammenfassend bleibt zu Sagen, dass dieser Film trotz toller Buchvorlage nur Durchschnitt und somit eigentlich überflüssig ist.