foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Michael Scharsig zu 'Tokarev - Die Vergangenheit stirbt niemals'

WERBUNG
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 15.05.2014
65%
Von vielen Kritikern wurde "Tokarev" als Comeback von Nicolas Cage ("Con Air", "8MM") bezeichnet, wobei ich finde, dass er bereits in "Frozen Ground" an der Seite von John Cusack wieder zur alten Stärke fand. Nein, der Killer-Thriller ist sogar deutlich besser. Paco Cabezas verpasst es, seinem Film die nötige Atmosphäre zu verleihen.

Die Story ist altbewährt. Ein ehemaliger Killer verliert trotz Erfolg und Familiensegen seine Tochter und verfällt in alte Muster. Rache und Selbstjustiz waren zuletzt in Filmen wie "96 Hours" oder "Prisoners" wieder sehr angesagt. Leider schwimmt der Spannungsbogen etwas, denn dass die Tochter stirbt weiß man schon vom DVD-Cover oder den Vorberichten. Daran gemessen passiert der Vorfall ein wenig spät. Verlorene Zeit, die sich Cabezas lieber für die Figurenentwicklung und etwas mehr Charakterzeichnung hätte nehmen sollen. Hauptfigur Paul ist erstaunlich schnell wieder in seinem Element und falls der Film mit drastischer Gewalt punkten sollte - das kennen wir doch schon alles von Liam Neeson ("96 Hours", "Non-Stop").

Trotzdem liegt es nicht an den gut aufgelegten Darstellern wie Nicolas Cage oder Danny Glover, dass der Thriller kaum Spannung erzeugt. Naja, jedenfalls nicht an diesen beiden. Die Nebenfiguren, allen voran die russische Mafia, sind derart überzeichnet, dass es weh tut. Auch Pauls alte Freunde erfüllen jedes Klischee. Dazu kommen Dialoge, die aus einem Actionfilm der 90er Jahre stammen könnten. Und so verkommt "Tokarev" zu einem eher durchschnittlichen Actioner, als einem intensiven Rache-Thriller.

Nicholas Cage wäre es trotzdem zu gönnen, dass ihm mal wieder ein kinotaugliches Drehbuch in die Hände fällt, denn der Mann ist deutlich mehr wert. Es scheint als müsse er sich wirklich aus finanziellen Gründen mit zweitklassigen Aufgaben befassen, die er selbst noch ganz gut meistert. In einigen Momenten, den verzweifelten, da zeigt der letzte Tempelritter endlich wieder sein Schauspieltalent - nur, dass das den gesamten Film leider nicht rettet.

Fazit: Nicolas Cage reift langsam zu alter Stärker, was man vom "Tokarev"-Drehbuch nicht behaupten kann. Zu überzeichnet, zu hastig, zu gewollt. Die Action ist ganz nett, aber zu einem spannenden Thriller über Selbstjustiz gehört dann doch noch ein bisschen mehr.

War diese Kritik hilfreich?
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k7x3
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2017 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen