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Kritik von Michael Scharsig zu 'Savaged'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 28.04.2014
30%
Filme des Torture-Porn und Rape'N'Revenge Genres sind häufig provokant und fragwürdig. Eigentlich das ganze Genre. Hin und wieder kann es aber vorkommen, dass Streifen wie "I Spit On Your Grave" zu kleinen Perlen avancieren. Michael S. Ojeda hat versucht im Fahrwasser mitzuschwimmen, doch sein "Savaged" erreicht nicht ansatzweise die gewünschte Stimmung.

Vergewaltigung und Folter müssen nicht unbedingt im Detail gezeigt werden oder quälend lange zelebriert werden. Auch nicht die brutale Gewalt der anschließenden Selbstjustiz. Zumindest aber erzielen Regisseure damit eine Wirkung auf den Zuschauer, denn es wird kritisiert, diskutiert, der Magen gehalten. Wenn dann noch gut geschauspielert wird und der Spannungsbogen oben bleibt, kann so ein Film schnell einen kontroversen Kultstatus erhalten.

Sowohl die Schändung, als auch der anschließende Rachefeldzug verlaufen hier aber vergleichsweise harmlos. Die Darsteller liefern durchschnittliche Leistungen ab, sorgen aber stellenweise für unfreiwillige Komik. Die Location und die Atmosphäre hätten eigentlich Potenzial gehabt, doch die miesen Effekte und Mimiken machen alles kaputt. Freunde des Trash haben hier vielleicht noch in Ansätzen ihren Spaß, doch in Erinnerung bleibt dieser Film in keinster Weise.

Selbst für einen normalen Psycho-, Horror-, oder Selbstjustiz-Streifen erregt Ojedas Film zu wenig die Gemüter. Der Ausflug in die spirituelle Welt der Schamanen und Indianer war gar keine schlechte Idee, doch wird die Story hier penetrant mit Klischees und Steroetypen überladen.

Fazit: "Savaged" ist zu langweilig, zu harmlos, zu halbherzig. Den ganz nett gespielten Figuren wird kaum Tiefe geboten und ihre Charakterzeichnungen sind 08/15. Geschockt wird hier niemand, dazu passiert das alles irgendwie in einer viel zu gewöhnlichen Art und Weise.

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