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Kritik von Jörg Wetterau zu 'Der Hobbit - Eine unerwartete Reise'

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Kritik von Jörg Wetterau
veröffentlicht am 03.01.2013
90%
Wenn man nach rund drei Stunden prallem Unterhaltungskino gerne noch weitersehen möchte, weil man es sich in der Mittelerde-Welt gerade so richtig gemütlich gemacht, dann hat Peter Jackson wohl einiges richtig gemacht. In der Tat ist "Hobbit - eine unerwartete Reise" unerwartet und überraschend gut. Meine Befürchtungen, dass Jackson an der Verfilmung des Kinderbuchs "Der kleine Hobbit" von J.R.R. Tolkien grandios scheitern könnte, haben sich als haltlos erwiesen.

Das Risiko war allerdings auch hoch, denn jener Jackson hat uns von 2001 bis 2003 mit seiner Version der "Herr der Ringe"-Trilogie den Glauben ans Kino und die große Leinwand zurück geschenkt. Für mich waren diese Filme rund um Weihnachten immer ein Genuss, und die Vorfreude darauf ebenso schön. Großartig, was Jackson damals (ist ja nun auch schon wieder zehn Jahre her) auf die Leinwand zauberte, welche phantastischen Welten und Charaktere und visuellen Effekte er geschaffen hat. Nun kehrt der zurecht Oscar-gekrönte Regisseur ins Auenland und seine Hobbitwelt zurück, um die lose Vorgeschichte zum Herrn der Ringe gestalterisch umzusetzen.Und wenn sich einer auskennt im Tolkien-Universum, dann der Neuseeländer. Warum er die Verfilmung als Dreiteiler anlegt, bleibt ihm überlassen. In erster Linie will er natürlich dreifach an der Kinokasse abkassieren, und das Ganze dazu noch in 3-D und in einem neuen, superaufgelösten Bildformat (48 Bilder pro Sekunde).

Diese Auflösung ist zunächst für das Auge gewöhnungsbedürftig. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass sich die Charaktere wie in Zeitraffer bewegen. Manche Aufnahmen haben TV-Studiocharakter, aber gut zum Einsatz kommt die neue Technik bei Massenszenen und den zahlreichen - manchmal zu ausgiebigen Verfolgungsjagden durch die Ork-Höhlen - hier kann man wirklich jedes kleinste Detail absolut klar und scharf erkennen. Einige Szenen wirken durch die neue Technik zu sauber, zu perfekt und zu bonbonfarben. Da wirkte "Herr der Ringe" schmutziger, düsterer und realer. Vieles an Szenerien kennt man zudem schon aus "Herr der Ringe". Viel neues an gestalterischen Möglichkeiten und Szenerien bietet der kleine Hobbit daher nicht.

Aber dennoch hat Peter Jackson mit seiner munter spielenden und überzeugend maskierten und kostümierten Zwergenschar rund um Bilbo Beutlin (sehr sympathisch: Martin Freeman) und dem wie immer von Ian McKellen bravourös dargestellten Gandalf voll ins Schwarze getroffen. Der Film ist atemlos, bombastisch, toll fotografiert, enorm kurzweilig, angefüllt mit überwältigenden Landschaftsaufnahmen und Trickeffekten. Und natürlich ist Gollum (Andy Serkis) wieder phänomenal umgesetzt. Sein Rätselraten mit Bilbo ist einer von vielen Höhepunkten des Films. Der erste Teil macht in jedem Fall Lust auf mehr. Insgesamt wird Jackson wohl noch so einiges hinzuerfinden müssen, wenn er aus dem Stoff noch zwei abendfüllende Streifen produzieren will. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen.

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