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Kritik von David Brückner zu 'Sin Reaper - Stirb für deine Sünden'

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Kritik von David Brückner
veröffentlicht am 01.11.2013
75%
Ein Slasherfilm ist ein Horrorfilm, in dem ein Mörder mit Messern oder anderen Hieb- oder Stichwaffen sein Unwesen treibt.
"Sin Reaper" - endlich ein guter Slasher aus Deutschland!

Was habe ich auf diesen Film warten müssen. Das erste mal erfuhr ich 2009 von diesem Projekt und sah erste Artworks des Kostüms. Ich fand den Reaper schon damals wirklich klasse designt, vor allem seine eiserne Maske und sein vierzackiges Kreuz. So einen Killer sieht man selten und dann kommt er noch aus Deutschland?
Ich muss dazu sagen, dass ich großer Fan alter 80er Jahre Slasherfilme bin und den Filmstil liebe. Lange kam aber nur noch Schrott (zur Jahrtausendwende) und die wenigsten deutschen Filme waren gut gemacht. Hier setzte ich, gerade weil es ein Erstlingswerk aus Deutschland war, keine großen Erwartungen. Doch ich wurde eines Besseren belehrt!

Die junge Amerikanerin Samantha Walker (Helen Mutch) hat dunkle Visionen eines Klosters in Deutschland. Ihr Psychiater Dr. Hoffmann (Lance Henriksen) rät ihr zur nächsten Stufe der Therapie, die direkte Konfrontation mit ihrer düsteren Vergangenheit.

"Sin Reaper" ist klassischer Slasher-Grusel im modernen Gewand. Die Bilder sind düster und unterstreichen die mysteriöse Atmosphäre des Klosters. Musik und Ton sind ebenfalls klassisch angehaucht. Die stellenweise recht gorigen Effekte sind sehr gelungen und schockieren sogar teilweise alte Horror-Hasen. CGI-Effekte wurden spärlich eingesetzt, wirken dafür aber recht modern und geben der Story etwas mehr an Fahrt.
Da sind wir auch schon bei der Geschichte. Diese ist gut erzählt, liefert sympathische Figuren die stellenweise aber etwas auf der Strecke bleiben. Vorallem bei manchen Nebencharakteren wäre echt mehr drin gewesen. Oft wirkt es so dass manche Personen nur zum Sterben in der Gruppe sind. Leider zieht sich die Story ab und an auch etwas in die Länge. Was mir wiederum sehr gefallen hatte war das Spiel von Helen Mutch. Die Britin ist fernab vom üblichen Klischee und endlich mal wieder eine Heldin die sich wehren kann. Toll!
Lance Henriksen (Wie haben sie den zu dem Film überreden können? - Grandioser Schachzug!) hatte hier wieder eine seiner stärkeren Rollen, wirkte sehr konzentriert, seine screentime kam aber leider doch etwas zu kurz.
Die Story ist gespickt von einen paar sehr gut gesetzten Twists die auch nicht sofort erkannt werden. Ich fand auch die Radikalität der Wendungen super. Ein Film der sich herrlich un-amerikanisch anfühlt.
Dem Regisseur Sebastian Bartolitius ist ein tolles Erstlingswerk gelungen. Der Film unterhält, bietet eine Story fernab vom Klischee und kann hier und da wirklich überraschen. Die Produktion hat aus wenigen Mitteln viel herausgeholt. Vorallem die Lichtspielerein und die düstere Burgatmosphäre überzeugen jeden Gothic-Horror-Fan.

Fazit:
Bewerte ich den Film als Indiewerk, bekommt er 5 von 5 Punkten da hier ordentlich gezeigt wird das auch sehr gute Genrefilme in Deutschland entstehen können. Für das normale Publikum bewerte ich den Film aber mit 3,5 von 5 Punkten. Dafür kommt die Story einfach zu langsam in Fahrt. Unterm Strich bleibt ein toller Horrorfilm, mit frischer Story und tollen Twists. Bitte mehr davon aus Deutschland!

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