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Kritik von Michael Scharsig zu 'Blutgletscher'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 28.04.2014
80%
Deutschsprachiges Genre-Kino ist selten geworden, weil der Mut fehlt finanzielle Risiken gegenüber der Schweiger-Schweighöfer-Industrie einzugehen. Dieser fehlende Mut ist nicht mal unbegründet. Es gibt viele Kinofans, die schrecken zurück, wenn sie hören, dass es einen Horror-Schocker mit Ösi-Dialekt gibt, der auch noch den schönen Trash-Namen "Blutgletscher" trägt. Und ich gehörte zu diesen Zweiflern.

Umso mehr wurde ich überrascht. Tatsächlich fordert einen der Alpendialekt hin und wieder, wenn man es nicht gewohnt ist. Doch Regisseur Marvin Kren ("Rammbock") hat hier vieles richtig gemacht. Zum Beispiel fängt er eine Atmosphäre ein, die unglaublich klaustrophobisch, dicht und düster ist. Muss man erstmal hinbekommen, bei den breiten Tälern und weiten Berglandschaften. Wer hier Vergleiche zu "The Thing" zieht ist defintiv auf dem richtigen Weg.

Allerdings spielt "Blutgletscher" mehr mit Genre-Schemen und zeigt völlig unverängstigt stereoteypische Charaktere par excellence. Vor allem wenn die kämpferische Ministerin und der total klischeebelastete Bergführer ins Bild treten wird deutlich, dass ein satirischer Unterton vorhanden ist. Richtig sympathisch wird der Film aber durch die Liebe zum Horrorkino der 70er- und 80er Jahre.

Die Mutationen sind detailliert zusammen gebastelte Puppen, auf Effektspielerei wurde bei den Nahaufnahmen fast komplett verzichtet. Da der Streifen abseits der Charakterzeichnungen humorfrei ist, versprüht der enormen Retro-Charme und hebt sich so hervor. Spannend bleibt es dabei auch noch, auch wenn Logik und Dialoginhalte zu wünschen übrig lassen.

Fazit: "Blutgletscher" ist ein erfrischender Genre-Mix, der die alten Horrorfilme adelt und dabei eigene Ideen gekonnt einfließen lässt. Insgesamt ein großer Spaß, der ähnlich wie "Rammbock" Kult werden kann.

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