Tief unten auf dem Grund des Meeres freut sich SpongeBob auf den nächsten Tag, denn dann, so hofft er,
wird er zum Manager befördert werden. Doch er bekommt den erhofften Job nicht, seine Trauer bekämpft er
daher in der nächsten Bar. Doch am nächsten Tag kann er seinem Chef zeigen, daß er sich in ihm getäuscht
hat.
Auf diesen Tag hat SpingeBob lange gewartet: Heute eröffnet sein Boß Mr. Krabs in Bikini Bottom ein zweites
Restaurant, und
da SpongeBob unzählige Auszeichnungen zum Mitarbeiter des Monats gewonnen hat, ist er sich sicher, daß er
der Manager der "Krossen Krabbe 2" werden wird. Nach einem peinlichen Auftritt (der bei "Zoolander" geklaut
ist), muß er aber erkennen, daß nicht er sondern Tadäus Tentakel den Job bekommen hat.
Nach einer durchzechten Nacht mit seinem besten Freund, dem Seestern Patrick, in einer Bar bei unzähligen
Bechern mit Schokoladeneis kommt SpongeBob am nächsten Tag ziemlich zerstört zu seinem Arbeitsplatz. Hier
hat sich inzwischen einiges ereignet: Plankton, ein Konkurrenzunternehmer im Krabbenegschäft, hat es
endlich geschafft, das geheime Erfolgsrezept und zudem noch die Krone von König Neptun zu stehlen.
Mr. Krabs scheint der Dieb der Krone zu sein, daher will der König des Meeres Mr. Krabs rösten, doch
SpongeBob, Patrick und die Tochter des Königs schaffen es, einen Aufschub von sechs Tagen zu erwirken.
Sechs Tage also bleiben SpongeBob und Patrick Zeit um nach Shell City zu reisen und die verschollene
Glatzenbedeckung zu finden. Sollten sie es schaffen, kann SpongeBob damit gleichzeitig auch beweisen, daß
er nicht so "kindisch" ist, wie sein Chef denkt, sondern ziemlich "männlich", und er sich daher den Job
als Manager auch wirklich verdient hätte. Shell City ist nämlich ein unheimlicher Ort, von dem noch niemals
jemand zurückgekehrt ist. Also machen die beiden Freunde sich in ihrem Burgermobil auf die Reise, und der
Motorradrocker Dennis, den Plankton angeheuert hat, soll nicht das einzige Hindernis bleiben, das sich
den beiden unterwegs in den Weg stellt.
SpongeBob, der Film und die Fernsehserie, ist nur für Kinder - meint man auf den ersten Blick. Trotzdem
bin ich schon vor einigen Monaten beim Zappen zum ersten Mal dort hängengeblieben. Die Zeichnungen sind
in der Tat ziemlich "kindisch", aber irgendwie haben SpongeBob und seine Freunde schon einen gewissen
Charme und Humor, der auch für "kindisch gebliebene" Erwachsene durchaus seinen Reiz hat.
Auch der Film hat seine Qualitäten und ist mehr als eine Aneinanderreihung von zwei oder drei Folgen der
Serie. Einige Situationen sind für einen vermeintlichen Kinderfilm erstaunlich gut gelöst, so zum Beispiel
das Ereignis, das zur Befreiung der beiden Freunde aus "Shell City" führt, und auch der Auftritt des bekanntesten
Rettungsschwimmers von Mailibu ist ziemlich witzig. Überflüssig hingegen ist die Rahmengeschichte der Piraten,
die in einer Schatzkiste Eintrittskarten für den "SpongeBob Film" finden. Insgesamt aber ein lustiger,
unterhaltsamer Film, dessen Zielgruppe auf den zweiten Blick größer ist, als man beim ersten Hinsehen
vermuten möchte.