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Kritik von Benjamin Falk zu 'Inglourious Basterds'

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Partner von Entania
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 05.02.2010
90%
Ein Trailer ist ein aus einigen Filmszenen zusammengesetzter Clip zum Bewerben eines Kino- oder Fernsehfilms, eines Computerspiels oder einer anderen Veröffentlichung. Der Zweck eines Trailers ist es, dem Publikum einen Vorgeschmack auf das beworbene Produkt zu geben und natürlich Werbung für dieses zu machen.
Quentin Tarantino gehört nicht zu unrecht zu einem meiner Lieblingsregisseure. Er ist einzigartig und deshalb freute ich mich auch sehr auf seinen neuen Film. Viele fanden "Kill Bill" ja nicht so gut, aber ich fand auch diese Filme sehr ordentlich. Und auch Tarantinos Neuster, "Inglourious Basterds", ist einfach verdammt gutes Kino, welches selbst beim zweiten Mal sehen kein bisschen seiner Magie verliert.

Der Film ist dabei in fünf Kapitel unterteilt. Im ersten Kapitel stößt man das erste Mal auf den Judenjäger. Dieser wird brilliant von Christoph Waltz dargestellt. Er gehört wirklich zu den Stars des Films, weil seine Leistung überragend und absolut herrlich ist. Die erste Szene wird gleich von einem grandiosen Score begleitet, der fast schon an einen Western erinnert. Dann geht es auch gleich sehr dialoglastig zu, bis dieses erste Kapitel dann die erste halbe Minute Action bietet. Sehr vielversprechend und macht Lust auf mehr.

Es geht weiter mit dem zweiten Kapitel, in dem uns die Basterds vorgestellt werden. Brad Pitt als Anführer der Basterds ist einfach die Idealbesetzung. Er spielt seine Rolle großartig und hat mir sehr gefallen. Dann wäre da auch noch Eli Roth, der ebenfalls ziemlich gut spielt und überzeugen konnte. Til Schweiger hat nicht mehr zu tun als grimmig zu gucken, tut dies aber sehr gut und hat er hat ein paar echt geile Szenen. Dieses Kapitel macht enormen Spaß und hat noch mehr Lust auf mehr gemacht.

Mit dem dritten Kapitel wird es dann erstmal ruhiger. Hier geht es um die Figur der Shosanne, welche bereits im ersten Kapitel kurz vorkam. Sie wird von Mélanie Laurent sehr gut dargestellt und irgendwie hat ihr Auftreten ein wenig was von einer Femme Fatale. Auch sieht man hier Daniel Brühl, welcher ebenfalls überzeugen kann. Das Kapitel ist wieder sehr dialoglastig und viele von den Dialogen sind in französisch gehalten. Heißt, der Zuschauer muss viele Untertitel lesen, aber mich hat es nicht gestört und mich hat auch dieses Kapitel gut unterhalten.

Das vorletze Kapitel leitet dann so langsam das Finale an. Die Szene in der Kneipe im Keller ist einfach total genial. Tarantino zeigt ausführlich, wie die Personen ihr Spielchen spielen, sich lange unterhalten und plötzlich hat sich einer verraten und die Situation wird gefählich. Dann explodiert die Szene förmlich und nach einer halben Minute ist das Ganze schon wieder vorbei. Total genial. Hat mich echt amüsiert, hat wirklich Spaß gemacht.

Das letzte Kapitel schreibt dann neue Geschichte. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass Tarantino so weit geht, aber wenn das einer darf und kann, dann er. Ich war auf jeden Fall überrascht und es hat mir sehr gefallen. Die Szene im Kino ist einfach mega geil inszeniert. Die Leinwand ist schon verbrannt, der Projektor läuft noch weiter und projeziert das Band auf den Rauch. Das sieht echt stark aus und hat einfach inszenatorische Raffinesse. Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen.

Dass die Inszenierung eines Tarantinos genial ist, brauche ich nicht nochmal extra erwähnen. Er hat es einfach drauf. Die Atmosphäre des Films ist ebenfalls genial. Das Ganze ist niemals zu ernst, hat irgendwie ständig eine gewisse Lockerheit dabei. Teilweise ist es auch schonmal wirklich witzig und ich konnte lachen und der Coolnessfaktor ist auch vorhanden. Auch eine Tarantino-typische Szene gibt es wieder, nämlich ein Fuß in Nahaufnahme.

Der Unterhaltungsfaktor ist bei ca. zweieinhalb Stunden einfach sehr gut. Mich langweilte der Film selbst beim zweiten Mal kein bisschen. Von Langeweile fehlt also jegliche Spur. Harmlos ist "Inglourious Basterds" ebenfalls nicht. Gerade bei dieser Thematik hat mich die Freigabe ab 16 Jahren in Deutschland schon gewundert. Es gibt zwar nur wenige brutale Szenen, aber die vorhandenen sind wirklich brutal, zwar immer kurz, doch explizit und blutig. Die Effekte sind sehr gut geworden. Begleitet wird alles von einem exzellenten Score.

Fazit: In Deutschland wurde "Inglourious Basterds" total falsch verkauft. Zumindest der Trailer ließ auf einen richtigen Actionreißer vermuten, doch das hat man nicht vor sich. "Inglourious Basterds" ist ein sehr dialoglastiger, Tarantino-typischer Film geworden, der mit sehr guten Darstellern, einer geilen Inszenierung, einer tollen Story, einem hervorragenden Score und einem nahezu perfekten Unterhaltungsfaktor glänzt. Zu einem Meisterwerk fehlt zwar noch der letzte Schliff, aber auch so ein absoluter geiler Film, der mir wahnsinnig gut gefallen hat!

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