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Kritik von Fred Maurer zu 'Wie Tag und Nacht'

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Kritik von Fred Maurer
veröffentlicht am 02.06.2013
75%
Die Bezeichnung ARD steht für "Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland". Gegründet wurde die ARD mit sechs Landesrundfunkanstalten sowie RIAS Berlin. Heute gehören der ARD neun regionale Anstalten sowie die Deutsche Welle an.
www.ard.de

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Das ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) ist eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt, die seit April 1963 bundesweites Fernsehen ausstrahlt. Der Sitz des Senders ist in Mainz, neben dem Zweiten gehören dem ZDF unter anderem die Sender 3sat, Phoenix und arte (zumindest teilweise) an.
www.zdf.de

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Märchenhafte Komödie fern der Realität

Eine Filmkritik von Dipl.-Päd. Fred Maurer auf die Liebe gegensätzlicher Charaktere

Früher, noch vor Jahren, gab es Freitagabend im Fernsehen nur eine Wahl: den ZDF-Krimi. Wir waren natürlich nicht immer zuhause, nahmen die knappe Stunde jedoch prinzipiell auf. 'Derrick', 'Ein Fall für zwei' gibt es nicht mehr, viele Darsteller sind bereits tot (Günter Strack, Horst Tappert); 'Der Alte' kränkelt bereits (was wir auch des Schauspielers Walter Kreye wegen, dem aufgrund seiner Krebserkrankung vom ZDF gnadenlos gekündigt worden war, weswegen ich auch nie einen nur allzu naheliegenden Verriss zu einem der 'Traumschiff'-Märchen verfassen werde, weil deren Produzent dem Gefallenen wieder auf die Beine half).
Heute gucken wir in der Regel den ARD-Film: harmlos, ereignisarm; mit Scheinproblemen die sich wie von selbst lösen - das ideale Schlafpropädeutikum, bei dem man selbst schon gelegentlich einnickt und trotzdem den Anschluss sofort wiederfindet.
Manche Filme sind freilich ein wenig besser - so wie der gestern.

Zum Inhalt (siehe ARD.de):
"Wenn um zwei Uhr früh der Wecker klingelt, ist für den notorisch übermüdeten Bäckermeister Oliver Maibach die Nacht vorbei. Dann schleppt er sich mürrisch in die familieneigene Bäckerei, die er gemeinsam mit seiner Mutter Elisabeth betreibt. Während diese den Betrieb organisiert und sowohl für ihre Enkelinnen als auch für den befreundeten Gemüsehändler Kemal Yildirim stets ein offenes Ohr hat, ertappt sich der eher wortkarge Oliver des Öfteren bei der Frage, ob das Leben für ihn nicht noch andere Dinge parat hält. Seit dem Tod seiner Frau besteht sein Alltag daraus, regelmäßig in der Backstube zu stehen und nach getaner Arbeit regelmäßig einzuschlafen. So beinahe auch beim Besuch eines Brautmodenladens mit seiner älteren Tochter Lisa, die demnächst ihren Freund, den Polizisten Chris Dollinger, heiraten will. Doch bevor die Lider ganz zufallen, erregt eine attraktive Kundin sein Interesse: Greta, eine selbstbewusste Cellistin, die ihrerseits spontan eine gewisse Neugier für diesen schläfrigen und seltsam schroffen Mann empfindet. Prompt vergisst sie in der Garderobe ihr Handy...
Das geballte Stelldichein emotionaler Turbulenzen hält alle Beteiligten mächtig auf Trab - und trotzdem müssen morgens früh noch die Brötchen gebacken werden..."

Regie führte Sibylle Tafel - nach einem Drehbuch von ihr und Claudia Matschulla.
Die Darsteller kennt man, ohne sie müde zu sein. Sie gefielen in ihrer Überzeugungskraft und (gespielt) unfreiwilligen Komik: Thomas Sarbacher, Petra Kelling, Vedat Erincin und Katharina Müller-Elmau.

Und die Wirkung des Films?
ARD.de verspricht pro domo, hält aber auch Wort: "Wenn mehrere Generationen auf engem Raum zusammenleben, gemeinsam einen Betrieb führen und dann auch noch mit den eigenen Befindlichkeiten hadern, kann das anstrengend werden - aber auch sehr unterhaltsam.
Die herzhaft humorige Familienkomödie spielt mit den mentalen und kulturellen Unterschieden ihrer Figuren, entwickelt dabei großen Charme und glänzt mit einem munter agierenden Darstellerensemble, bei dem ... liebenswerte Charakterköpfe im Mittelpunkt stehen, ohne sich in den Vordergrund zu spielen..."
TVSpielfilm sah einen anregenden "Trubel im Mehrgenerationenhaus der Liebe. Wenn schon gefühliges TV, dann so: Die Liebes- und Familienschnurre hat dank ihrer Figuren und Darsteller die Erdung, die nötig ist, um trotz Klischees und einiger B-Scherze noch liebenswert zu sein."

Mein Fazit: Ob die Liebe zwischen Berufsmusikerin und Bäckermeister tatsächlich funktionieren kann? Selten. Aber gegensätzliche Charaktere ziehen sich an und im Leben kann fast alles passieren - z.B. dass sich (wir lesen ungläubig davon in der Zeitung und sehen das ungleiche Paar amüsiert in Talkshows) eine Schönheit in einen kleinen Dicken verliebt oder auch heute Abend beim Pokalspiel: 'David' Stuttgart könnte dem 'Goliath' Bayern ein Bein stellen. (Eine Hoffnung, der ich an dieser Stelle nachdrücklich Ausdruck verleihen - auch wenn ich über reale Sportereignisse an dieser Stelle leider nicht schreiben darf.)
Freitagabends erwarten wir eher anspruchsvolle Unterhaltung als Problemdramen; insofern haben wir diese märchenhafte Komödie fern der Realität mit Freude angeschaut - freilich nachdem wir den Tag über aktiv waren (samt einem Besuch bei unserem in Stuttgart promovierenden, aber 'um die Ecke' liierten Sohn).
Wer sich im wahren Leben langweilt und wer noch nie im Leben Glück in der Liebe hatte, sollte sich freilich nicht wundern, wenn es ihm vor der Glotze ebenso ergeht.

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