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Kritik von Michael Scharsig zu 'Dallas Buyers Club'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 06.03.2014
95%
Ladies and Gentlemen, the winner is...! Jean-Marc Vallée präsentiert mit "Dallas Buyers Club" den wohl stärksten und wichtigsten Film des Jahres.

Es gibt nicht wenige Filmfreunde, die Leonardo DiCaprio endlich seinen heißersehnten Oscar gegönnt hätten. Doch wie so oft verlieren Routiniers kurz vorm Ziel gegen diejenigen, die die vermeintliche Leistung ihres Lebens abliefern. So geschehen bei Matthew McConaughey. Anders als viele Kritiker behaupten habe ich den "Killer Joe" schon vorher für einen Mimen gehalten, der mehr kann als Frauenherzen erobern. Und nein, er bekam den Oscar nicht nur für seinen Gewichtsverlust von bis zu 20 Kilo. McConaughey spielt den mit HIV infizierten Cowboy-Macho Ron Woodroof mit einer solchen Intensität, dass sein Leid beim Zuschauer wie ein Fausthieb einschlägt. Auf der anderen Seite schafft er es die Charakterwandlung vom homophoben Ignoranten zum engagierten Weltverbesserer sensibel zu inszenieren.

30-Seconds-to-Mars-Sänger Jared Leto übernimmt dabei als transsexueller Rayon die wichtigste Verantwortung, denn seine Person ist der dramaturgische Stützpfeiler für Rons Wandlung. Leto, noch erschreckender abgemagert, spielt seine Rolle mit vollem Respekt. Nicht übertrieben tuntig, sondern mit Seele. Dieses Gespann verleiht dem Streifen eine enorme Authenzität und schenkt dem Film bei aller Ernstahftigkeit sogar ein paar Lacher. Das ist Kino!

Warum der Film nicht die vollen 100 Prozent bekommt - und das ist wirklich haarscharf daran vorbei - liegt lediglich daran, dass die "Bösen", nämlich die wirtschaftlich denkenden Ärzte und Pharmakonzerne, sehr einseitig beleuchtet werden. Das liegt aber auch daran, dass der Fokus auf der Person Ron liegt - und nicht auf der poltischen Ebene und dem umstrittenen Mittel AZT.

Fazit: Matthew McConaughey und Jared Leto machen "Dallas Buyers Club" zu einem tief emotionalen Drama, welches zum Denken anregt und gleichzeitig klassische Unterhaltung bietet. Ein wichtiger Film, dem in den deutschen Kinos durchaus mehr Spielzeit zu wünschen gewesen wäre.

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