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Kritik von André Gerstenberger zu 'Spectre'

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Kritik von André Gerstenberger
veröffentlicht am 08.11.2015
100%
Die Greenscreen-Technik bzw. Bluescreen-Technik ist ein Verfahren in der Film- bzw. Fernsehtechnik, das es ermöglicht, Gegenstände oder Personen vor einen Hintergrund zu setzen, der entweder eine reale Filmaufnahme oder eine Computergrafik enthalten kann.
Ich habe diesen Film am Mittwoch in der Preview angeschaut. Das Kino war randvoll und ich war begeistert, das so viele Kinogänger zu der Preview kamen. Dies möchte ich nur mal zuvor schon gesagt haben, bevor ich diesen Film bewerte.

"Spectre" ist mittlerweile das Vierte Bond Abenteuer mit Daniel Craig. Anfangs war ich von Craig auch nicht begeistert. Er war mir anfangs etwas zu distanziert und verhielt sich gegenüber Frauen sehr unnahbar. Doch mit dem Lauf der Zeit gefiel er mir immer besser, da er sich immer besser in die Rolle hineinversetzen konnte. Das neuste Abenteuer knüpft zwar an "Skyfall" an, aber die Geschichte behandelt zudem ein altes Thema. Was ich schade finde, das viele Leute die Geschichte nicht akzeptieren konnten. Denn man sollte sich schon mit der Bond Reihe auskennen um "Spectre" verstehen zu können. Denn ich finde das Drehbuch ist sehr gut gemacht. Es kann sein, das der Film um ein paar Minuten gekürzt wurde. Denn Sam Mendes meinte, der Film hätte in der langen Fassung eine Laufzeit von knapp drei Stunden. Somit könnte es sein, das bei der Story ein paar Sequenzen rausgeschnitten wurde. Denn Waltz' Charakter ist für viele zu knapp ausgefallen, was sich aber in einer Extended Fassung womöglich ändern könnte, wenn das Studio eine Extended Version anfertigen lässt. Doch mir gefiel der Film sehr gut, mit dieser Fassung. Denn gerade der späte Einsatz von Waltz ist für mich daher um so spannender. Sein Auftritt ist eben nicht für einen 08/15-Bösewicht ausgelegt. Er spielt die Rolle des Oberhauser für meinen Teil sehr feinfühlig und muss daher nicht groß in Aktion treten. Sein wohl dosierter Auftritt, kommt dem Film zugute, denn gerade dann wenn Craig und Waltz aufeinander treffen, spürt man förmlich die Anspannung beider Charaktere. Somit merkt man, dass die Reihe sich eben Zeit für gute Drehbücher nimmt und sich daher nicht groß reinreden lässt.

Sam Mendes ist für meinen Teil ein großartiger Regisseur. Mark Foster und Martin Campbell spielen eben in einer anderen Liga, doch Sam Mendes besitzt seinen ganz eigenen Stil. Dies hat man schon bei "Skyfall" bemerkt. Mit viel Liebe zum Detail, kümmert er sich um großartige Kulissen ohne jemals auf eine Blue Screen zu verwenden. Denn Mendes hat einmal selber in einem Interview erläutert, da er nur auf CGI-Effekte zurückgreift, wenn es wirklich nicht machbar ist. Dies merkt man eben auch bei der Optik. Denn er benutzt zwar auch Farbfilter, aber eben nur dann wenn es passend zur Atmosphäre passt. Zudem ist er ein Regisseur, der es hinbekommen hat, ein Budget von 350 Millionen Dollar zu bekommen. Anfangs war ein Budget von 300 Millionen Dollar geplant, aber Sam Mendes forderte weitere 50 Millionen Dollar um diesen Film eben genau so zu inszenieren wie er sich das vorgestellt hat. Denn auch wenn man es kaum glauben mag, aber die aufwändige Eröffnungssequenz in Mexiko wurde komplett vor Ort gedreht. Keine Studioaufnahmen, oder große Effekte. Er hat diese Gebäude wirklich vor Ort in Schutt und Asche gelegt. Selbst die Helikopter Szene soll bis auf die Innenaufnahmen, alles vor Ort gedreht worden sein. Denn so viel wie ich erfahren habe, hat dies einen Gesamtschaden von 600 Millionen Dollar verursacht. Dies zeigt ganz klar, dass Sam Mendes sich sehr lange mit der Produktion des Filmes beschäftigt hat. Eine Drehzeit von neun Monanten ist daher nicht verwunderlich.
Ein weiterer Punkt den ich positiv anmerken muss, sind die abwechslungsreichen Kulissen. Anders als in "Skyfall" sieht "Spectre" deutlich besser aus. Nicht mehr so trist und düster als zuvor. Also sollte man als Fan der Reihe sowas auch einmal erwähnen.
Schauspielerisch ist Daniel Craig nach wie vor sehr gut als James Bond. Ich finde er spielt die Rolle dieses mal spielfreudiger und hat hier und da einen guten Spruch auf Lager. Dave Bautista darf zwar nur ein Wort sagen, aber seine körperliche Präsenz ist enorm hoch und daher sind weitere Dialoge nicht notwendig.
Die Action ist meiner Meinung nach perfekt gemacht. Kein anderer Regisseur würde dies zurzeit besser in Szene setzen können. Man merkt eben das er ein sehr hohes Budget vom Studio bekommen hat.

Fazit: Der Beste Bondfilm mit Craig. Hier passt einfach alles. Nicht zu viel Action, da die Geschichte eben auch wichtig für diesen Teil des Films ist. Sam Mendes hat ja schon angekündigt, dass er keinen weiteren Bondfilm mehr machen wird. Somit hat er einen perfekten Abgang hinbekommen. Also man darf gespannt sein, wie es weitergehen wird. Auf jeden Fall wird in der Zukunft noch einiges von Bond kommen!

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