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Kritik von Michael Scharsig zu 'The Counselor'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 28.04.2014
60%
"Was war denn das jetzt?" - Der erste Gedanke nach dem Betrachten von Ridley Scotts "The Counselor" bleibt auch bei dem Versuch bestehen, diesen Film zu erklären.

Mit einer ganzen Reihe grandioser Schauspieler - Cameron Diaz ausgenommen - und einer Hochglanzoptik vom feinsten, versuchen Scott und sein Drehbuchautor Cormac McCarthy eine Geschichte über kapitalistischen Menscheitsverfall zu erzählen. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die zynische Erzählweise mit schwarzem Humor, erotischen Spielereien und roher Gewalt an Guy Ritchie, Quentin Tarantino oder Martin Scorsese orientieren wollte. Und eben wenn das schon auffällt, zeigt sich, dass etwas schiefgegangen ist.

An den Schauspielern liegt es nicht. Michael Fassbender gefällt als geldhungriger aber liebenswerter Klugscheißer. Javier Bardem macht mit seiner schrillen Art ebenso neugiering, wie Brad Pitt, der allerdings sein Standardprogramm abspielt. Penelope Cruz scheint einzig und allein für ihren Oral-Sex-Orgasmus in der Eröffnungsszene verpflichtet worden zu sein, ihre weiteren Aufgaben unterfordern sie stark. Fast schon beleidigend.

Es gelingt leider wirklich nichts. Zu keiner Zeit steigt der Spannungsbogen ins Besondere, die eigentlich irrwitzigen Dialoge enden ohne Knaller-Pointe. Die eingestreuten Sex-Anleihen wirken ebenso deplatziert, wie die plötzlich einfallende Gewalt. Schlussendlich zieht sich die Story wie Kaugummi - wenn auch in toller Optik und netten Kamerafahrten. Aber nicht einmal der Twist am Ende ist wirklich eine Überraschung.

Fazit: "The Counselor" ist ambitioniert, aber grandios gescheitert. Wenn bei diesem Potenzial der größte Erfolg eine Nominierung bei den MTV Movie Awards in der Kategorie "WTF-Moment" ist - dann sagt das alles. Dieser "WTF-Moment" bleibt allerdings in Erinnerung. Garantiert.

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