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Kritik von Fred Maurer zu 'Mythos Champions League'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Fred Maurer
veröffentlicht am 18.08.2012
90%
Zelluloid ist ein Material, auf dem bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Filme aufgenommen wurden. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet man damit auch einfach Filmaufnahmen. Ausserdem ist es noch der Name dieser Website! ;-)
Das ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) ist eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt, die seit April 1963 bundesweites Fernsehen ausstrahlt. Der Sitz des Senders ist in Mainz, neben dem Zweiten gehören dem ZDF unter anderem die Sender 3sat, Phoenix und arte (zumindest teilweise) an.
www.zdf.de

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'Deutsche Triumphe und Tragödien'

Eine Fernsehkrimikritik von Fred Maurer zu Ehren von Stan Libuda

Dieser Wettbewerb ist tatsächlich ein Mythos.
"Es gibt (fast) nichts Größeres im Leben eines Fußballprofis, als einmal die Champions League zu gewinnen. Die Aura des weltweit wichtigsten Wettbewerbs im Vereinsfußball leuchtet strahlender denn je - auf der ganzen Welt verfolgten wohl 300 Millionen Zuschauer das letzte Finale live im Fernsehen" ('ZDF-Dokumentation'), auch wir gemeinsam mit unserem Heidelberger Freund (und Trauzeugen) Thomas Open air in der Fußgängerzone von Aalen (soeben in die 2. Bundesliga aufgestiegen!).

Meine ersten Erinnerungen an die 60-jährige Geschichte dieses Wettbewerbs (der früher 'Europapokal der Landesmeister' hieß) sind ebenso in Schwarzweiß wie manche Szenen dieser sehenswerten Dokumentation: Stan Libudas Siegtor am 5. Mai 1966 (für Dortmund zum 2:1-Cupsieg gegen den FC Liverpool), Fußballfans kennen auch heute noch den blasphemischen Witz, den ein Schalker unter ein ernst zu nehmendes religiöses Bekenntnis gekritzelt hatte (ohne angesichts des frühen Todes des Stürmerstars Recht zu behalten): "An Jesus kommt keiner vorbei... außer Stan Libuda!"

Unvergessen sind die Erfolge Bayern Münchens ab den 60er Jahren (Sepp Maier! Franz Beckenbauer! Gerd Müller!) und natürlich die berüchtigte Coladose im (zunächst hoch gewonnenen, doch bald ungültigen) 'Skandalspiel' von Borussia Mönchengladbach gegen Inter Mailand im Oktober 1971 (skandalös war nicht der Dosenwurf selbst, sondern die Schauspielkunst des getroffenen, angeblich ohnmächtigen Boninsegna und die Aberkennung des Borussen-Sieges): Neu war für mich die Rückkehr der Dose erst im Jahr 2012 ins Borussen-Vereinsheim oder auch, dass 1973 bei der Begegnung Bayern München mit Dynamo Dresden Mielkes Staatssicherheit 'mitspielte'.
Vieles hatte man nämlich vergessen und war insofern dankbar für diese viel zu kurze halbe Stunde, die zudem von einem anderen heute für Sky tätigen und deshalb von unsereiner nur noch selten erlebten Star kommentiert wurde: von Marcel Reif - da erinnern wir uns an die Doppelreportage 1998 gemeinsam mit Günther Jauch, als er angesichts eines vor Spielbeginn umgefallenen und 76 lange Minuten nicht ersetzten Fußballtores die alte Sportreporterphrase in einen Witz umwandelte: "Ein Tor würde dem Spiel wirklich gut tun!"

Gestern Nacht bzw. für mich heute Morgen fielen binnen 30 Minuten etwa ebenso viele Tore (aber keine um) - und die Enttäuschung über das verlorene Freundschaftsspiel gegen Argentinien war wie weggeblasen.
Doch nun denke ich schon wieder an die eigenen nicht sportlichen, sondern akademischen Herausforderungen und muss gleich ganz anders weiterschreiben.
Was das mit Fußball und Sportdokumentationen zu tun hat?: Bei Zelluloid habe ich vor fünf Jahren (2007) das Schreiben wieder gelernt und auch dank Ihrer Rückmeldungen die Freude daran zurückgefunden - insofern dürfen Sie, geschätzte Leser dieser vielseitigen und anspruchsvollen Homepage, mir gerne die Daumen drücken, dass ich nicht noch einmal (womöglich wie gerade Bayern gegen den eigentlich über die ganze Spielzeit unterlegenen FC Chelsea) beim Elfmeterschießen scheitere.
Deutlich wird uns hierbei: Sport und seine Begleiterscheinungen - Sieg und Niederlage, Triumph und Tragödie - haben Symbolkraft für unser Leben. Auch wenn wir (wie ich) keinen Ball stoppen können und uns bei dem verunglückten Versuch eines Fallrückziehers das Kreuz ausrenken würden.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Auf den nächsten Sieg - mutmaßlich gegen die Faröer-Inseln!

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