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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Honey'

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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann
veröffentlicht am 15.12.2003
25%
Honey Daniels verdient sich ihren Lebensunterhalt, indem sie in einem Plattenladen arbeitet, ihre wahre Leidenschaft ist aber der Hip-Hop-Tanz. Ihr großer Traum ist es, einmal als Tänzerin groß herauszukommen. Eines Tages bekommt sie auch ihre Chance - aber alles hat seinen Haken.

Honey Daniel (Jessica Alba) aus Harlem, ist ein hübsches, junges Mädchen, das von einer Karriere als Tänzerin in Musikvideos träumt. Momentan verdient sie sich ihr Geld aber noch als Verkäuferin in einem kleinen Plattenladen, nebenbei bringt sie kleinen Kindern in einem Jugendezentrum die Kunst des Hip-Hop Tanzes bei - so will sie die Kleinen vor einem Leben als Kriminelle bewahren.
Eines Tages lernen sie und ihre beste Freundin Gina (Joy Bryant) in einer Disco Michael Ellis (David Moscow) kennen, der behauptet, Produzent für Musikvideos zu sein, und, wie sich bald herausstellt, im Gegensatz zu einigen Aufreißertypen, die sich dafür ausgeben, auch tatsächlich einer ist. Das ist Honeys Chance: sie hat einen Fuß in der Tür zu ihrer Traumwelt.
Diese Chance muß Honey erst einmal nutzen, was sie aber vor keine allzugroßen Probleme stellt, und schon bald ist sie aus Michaels Team nicht mehr wegzudenken. Allerdings muß sie auch Zugeständnisse machen, denn sie hat nicht mehr so viel Zeit für ihre Freunde, was zu Spannungen im Privatleben führt. Dafür hat sie aber jetzt die Möglichkeit, ihrer Heimat etwas zurückzugeben: sie will eine eigene Tanzschule aufmachen, und sollte alles so weiterlaufen, wie es angefangen hat, dürfte das auch finanziell kein Problem werden.

Eins müssen Regisseur Bille Woodruff, der bisher Musikvideos herstellte, und sein Team noch lernen: ein Kinofilm ist kein Musikvideo; nette Bilder und "Moves" sind für einen Film von eineinhalb Stunden, im Gegensatz zu einem Musikclip, wahrlich nicht ausreichend! Die Rollen sind zwar gut besetzt und haben mit Jessica Alba und Mekhi Phifer sympathische Darsteller, doch die Handlung ist viel zu dünn und irgendwie nicht mehr als eine Mischung aus "Pretty Woman" und "Dangerous Minds" und hat in etwa den Unterhaltungswert und Ideenreichtum von "Bootmen", der vor einigen Jahren mit einem anderen Tanzstil ähnlich unnötig Projektoren und Leinwände abnutzte. Ein schauerlich langweiliges Machwerk! Ehrlich, ich habe mich im Kino schon lange nicht mehr so gelangweilt, wie bei diesem Film!

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