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Kritik von Benjamin Falk zu 'Underworld: Blood Wars'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 03.03.2017
50%
Nach "Underworld: Awakening" durfte man schon enttäuscht sein. Der Film war so belanglos, dass ich mich kaum noch an ihn erinnere, obwohl es noch gar nicht so lange her ist, dass ich ihn gesehen habe. Die Vorfreude auf "Underworld: Blood Wars" war dementsprechend nicht so hoch, aber sehen musste ich ihn natürlich dennoch. Insgesamt bleibt die Reihe hier auf einem anspruchslosen Niveau, doch etwas besser ist Teil fünf trotzdem geworden.

Selene wird von den Lykanern gejagt, denn diese sind auf der Suche nach ihrer Tochter. Marius will ihr Blut haben. Doch Selene weiß selbst gar nicht, wo sich ihre Tochter befindet. Gleichzeitig sucht der Vampirorden nach Selene, denn sie soll ihre Kämpfer ausbilden, damit man dem Kampf gegen die Lykaner stand halten kann. Doch das Ganze entpuppt sich als Falle. Semira hat einen unstillbaren Durst nach Macht und will Selene beseitigen. Es herrschen also Lügen, Intrigen, Machtkämpfe und am Ende muss Selene eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Gut an der Handlung ist, dass es eine direkte Fortsetzung zu "Awakening" darstellt. Die dortigen Ideen wurden nun wieder überwiegend über Bord geworfen, Menschen haben in "Underworld: Blood Wars" nichts verloren, nur die Tochter bleibt als treibende Kraft Bestandteil der Geschichte. Ansonsten handelt es sich mal wieder um den simplen Kampf Lykaner gegen Vampir. Das Drehbuch gefiel mir dabei etwas besser, weil es doch mehr zu bieten hat, als der vierte Teil. Insgesamt ist das zwar nicht besonders gut geschrieben, doch ein paar Einfälle sind nicht schlecht und somit kann man mit der Story leben.

Kate Beckinsale bleibt fester Bestandteil der Reihe und kehrt zurück in ihren Lackanzug. Wie immer hat sie dabei nicht sonderlich viel zu tun, spielt zeitweise auch die zweite Geige, doch ihre Anwesenheit ist dennoch nicht verkehrt, weil sie nun mal zur Reihe gehört. Es gibt ein Wiedersehen mit Theo James und Charles Dance, wovon gerade letzterer ruhig eine größere Rolle hätte spielen dürfen. Lara Pulver ist als Bösewicht aber gar nicht mal so schlecht, nur Tobias Menzies bleibt etwas blass. Die Darsteller gehen soweit allesamt in Ordnung.
Die Figurenzeichnung bleibt weiterhin schwach. Irgendwie wurde zu den Figuren schon alles gesagt. Da macht man bei Selene zwar kleine Fortschritte, doch wirklich interessant ist das nicht. Das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere begeistert nicht unbedingt und mir waren die Personen hier echt ziemlich egal, doch es geht gerade noch so klar.

Die Regie übernahm dieses Mal sogar eine Frau, nämlich Anna Foerster, die ich nicht kenne. Sie hat ihre Sache etwas besser gemacht, als ihre Vorgänger bei "Awakening". "Underworld: Blood Wars" besitzt keinen so großen Videospiel-Look und hat sich optisch ansonsten kaum verändert. Soll heißen: Es gibt sie wieder, die düster gehaltenen Bilder im Blauton. Gerade die Kulissen können hier jedoch etwas mehr punkten und aus handwerklicher Sicht ist das nun absolut nichts Besonderes, es ist aber auch keineswegs schlecht gemacht.
Mit der Atmosphäre wird der Fan der Reihe wohl zurecht kommt. Horror hat hier natürlich mal wieder nichts verloren. Erneut nutzt man die Werwolf- und Vampirthematik für eine Art von Fantasy, die mir nicht komplett zusagt. Schön ist dabei jedoch, dass alles ziemlich ernst und düster gehalten wurde. Es war für mich okay und ein wenig Stimmung kam schon mal auf, doch im Großen und Ganzen kann ich mit dieser Herangehensweise etwas weniger anfangen.

Nun soll der Unterhaltungswert entscheiden, wie gut man das findet und dieser ist durchschnittlich. Klingt erst mal negativ, ist aber auf jeden Fall wieder ein Fortschritt. Am Anfang gibt es die gewohnte Action, doch dann darf es erst mal ein wenig Handlung geben. In der zweiten Hälfte gibt es dann erneut viel Action, die aber wenigstens nicht schlecht gemacht wurde. Bei der normalen Laufzeit von 90 Minuten vergeht das alles so relativ zügig. Es fehlt zwar an Highlights und spannend ist das überhaupt nicht, doch man muss sich zumindest nicht langweilen und von daher war ich auch nicht verärgert.
Die Effekte stammen mal wieder allesamt aus dem Computer. Das sieht zwar überwiegend ganz gut aus, aber man bekommt so kaum mit, dass man hier eigentlich einen ziemlich blutigen Film geboten bekommt. Mir war das einfach zu künstlich.
Der Score ist okay, besitzt jedoch nichts Besonderes.

Fazit: "Underworld: Blood Wars" macht es etwas besser, als sein Vorgänger, bleibt aber dennoch ein recht schwacher Film. Bei der Handlung hat man sich immerhin etwas mehr Mühe gegeben und die Inszenierung gefiel mir stellenweise ebenfalls ganz gut. Optisch ist das jedenfalls überzeugend ausgefallen. Die Darsteller agieren allesamt brauchbar, nur die Figurenzeichnung ist zu belanglos und die Atmosphäre war mir etwas zu fantasylastig. Zumindest muss man sich kaum langweilen, denn es gibt viel blutige Action. Leider sind die Effekte kaum von Hand gemacht. Mal sehen, ob es noch weitere Teile geben wird, denn wie Selene am Ende selbst sagt: Es kann sein, dass sie 1000 weitere Jahre lebt, es kann aber auch sein, dass morgen alles zu Ende ist. Das lässt sich auf eventuelle Fortsetzungen natürlich ideal anwenden!

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 Teil der Serie 'Underworld' 
 Underworld (2003)  
 Underworld: Evolution (2006)  
 Underworld: Aufstand der Lykaner (2009)  
 Underworld Awakening (2012)  
 Underworld: Blood Wars (2016)  
 
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