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Kritik von Michael Scharsig zu 'Evidence - Überlebst Du die Nacht?'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 06.10.2012
80%
Vorweg: Wer tolerant genug ist anzuerkennen, dass Found Footage und Mockumentaries mittlerweile ein festes Genre in der Kinolandschaft geworden sind, den wird es auch nicht stören, wenn Kamera-Gewackel, ein offenes Ende oder die Frage "Wieso filmen die noch?" auch hier nicht negativ bewertet werden.

Schlimmer ist da schon der deutsche Nebentitel "Überlebst Du die Nacht?", weil er eher nach Teenie-Horror klingt und im Grunde nichts mit der Nacht zu tun hat. Die Story ist schnell erzählt. Zwei Pärchen machen sich auf ein paar Tage in der Natur zu campen. Filmstudent Ryan möchte eine Dokumentation zum Thema "Das erste Mal campen" über seinen Freund Brett machen. Während der Kameramann der Truppe auch so schon auf die Nerven geht, erklingen nebenbei merkwürdige Geräusche, die die Laune der Urlauber schnell verschlechtern. Als klar wird, dass eine Kreatur die Gruppe verfolgt und Brett plötzlich verschwindet bricht Panik aus - zurecht.

"Evidence" erfindet das Handkamera-Genre nicht neu, weiß es aber besser umzusetzen, als beispielsweise "The Devil Inside" oder "Chernobyl Diaries". Zu Beginn geht der Film zurück zu den Blair-Witch-Wurzeln. Es wird gezeltet, es werden seltsame Geräusche gehört und es verschwinden Personen. Dann aber tendiert der Streifen in Richtung Tier-Horror, weil zwischen Kamera-Gewackel und Geschrei Tiergebrüll zu vernehmen und Schatten auf ein affenähnliches Wesen schließen lassen. In den letzten 45 Minuten beginnt eine fast pausenlose Hetzjagd, die Spannung verspricht und eine Wahrheit ins Licht rückt, die viele Zuschauer so vielleicht nicht erwarten werden.

Natürlich bleiben Erklärungen aus und für das wirkliche Ende muss der Zuschauer den Abspann ertragen. Dafür wurde er aber zuvor bestens unterhalten, auch wenn hier Tiefsinn verbalen Beleidigungen Platz macht. Insgesamt ist "Evidence" ein gelungener Found Footage Film, der zwar an "Paranormal Activity", "Grave Encounters" oder "Chronicle" nicht herrankommt, sich aber auch nicht verstecken muss.

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