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Kritik von Martin Zopick zu 'Irreversibel'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 11.05.2018
30%
Ein anderes Wort für Drehbuch. Auch Webseiten basieren zumeist auf Scripten, meistens PHP. Aber das ist ein anderes Thema! ;-)
Die Idee des Regisseurs Gaspar Noé, den Film inhaltlich von hinten nach vorne laufen zu lassen mag ja noch angehen. Dass dabei der Eindruck entsteht, der Kameramann aus Belgien habe zu tief ins Glas geschaut, macht das Zuschauen anstrengend, weil einem leicht schwindelig dabei wird und man lange Zeit nur kreisende Lichtkegel oder unverständliche Ausschnitte sieht. Dass hier von einem eher schlichten Script ausgegangen wird, ist auch noch verständlich. Schlicht könnte genial sein. Aber neben der grauenhaften Brutalität schreien die Akteure ständig unverständliches Zeug durcheinander. Denn es gibt nur ein Thema: unglaublich brutaler Sex (die längste und ekelerregendste Vergewaltigung der Filmgeschichte), menschenverachtende Verstümmelung von bereits am Boden liegender Körper, denen man gottseidank das Plastikmaterial ansieht. Da passt die Schwulenkneipe mit dem symbolträchtigen Namen 'Rectum' ('Arschloch!') perfekt ins Bild.
Party ist ohnehin angesagt mit Koksen, Alkohol und - wer noch kann - darf sich am Rudelbums beteiligen. Dass sich der Ehepaar Cassel/Bellucci ihre Bettszene vom voyeuristischen Zuschauer bezahlen lässt, ist vielleicht ein Ausgleich für ihre brutale Vergewaltigungsszene, bei der Jo Prestia sie ja keineswegs geschont hat. Moni wollte es vielleicht mal wieder wissen, vielleicht um 'Malena' zu toppen?
Der Film ist eine Zumutung, bei der die Grenzen des Erträglich deutlich überschritten worden sind. Sinnlose, sexuelle Grausamkeit, die nur den Selbstzweck des Schockierens zu gestalten versucht. Es fehlt jegliche Sinngebung. Schlimmer geht's nimmer! Wozu der Deckmantel der Freiheit der Kunst nicht alles herhalten muss. Der Titel lässt Hoffnung aufkommen: gut, dass diese Gewaltorgie nicht auch noch umkehrbar ist.
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