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Kritik von Benjamin Falk zu 'Keine Halben Sachen 2 - Jetzt erst recht'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 20.09.2017
50%
"Keine halben Sachen" war ein ganz ordentlicher Erfolg an den Kinokassen und eine gut ansehbare Komödie, also durfte ruhig eine Fortsetzung her. Diese kam dann etwa vier Jahre später mit dem Titel "Keine halben Sachen 2" und der deutsche Zusatz "Jetzt erst recht" ist natürlich eine Anspielung auf "Stirb langsam". Wie so oft bei diesen Fortsetzungen, kann das in der zweiten Runde aber nicht mehr mithalten und verpufft im Mittelmaß.

Jimmy ist nun also mit Jill zusammen, Nicholas mit Cynthia und beide Paare führen ein unabhängiges Leben voneinander. Natürlich müssen sich ihre Wege aber wieder kreuzen, denn als der Gangster Lazlo auf freien Fuß gerät, will er Rache für seinen ermordeten Sohn und so kommt alles, wie es kommen muss. Es ist dabei nicht mehr ganz so verschachtelt, wie im Vorgänger, denn das Drehbuch kommt deutlich vorhersehbarer daher und das wäre noch gar nicht so schlimm, wenn denn gute Ideen dabei gewesen wären. Diese sind allerdings eher Mangelware und selbst wenn das in der zweiten Hälfte noch so manch eine Wendung vornimmt, schaut man als Zuschauer nicht unbedingt interessiert zu. Die Luft ist irgendwie heraus, das Szenario bekannt und mit den Charakteren wusste man dann auch nicht mehr so viel anzufangen.

War es zuvor lustig, dass Jill, wieder mal solide verkörpert von Amanda Peet, so gerne Auftragskillerin werden wollte, so ist dieser Gag nun mal vorbei. War Matthew Perry in seiner verwirrten Rolle zuvor noch amüsant, so wiederholt er sich hier nur und das Drehbuch sieht dabei auch keine besonders tollen Gags für ihn vor. Kevin Pollak ist kaum zu erkennen und muss sich damit zufrieden geben, dass ein paar Wortdreher für die größten Lacher sorgen und Natasha Henstridge ist mal wieder charmant, hat aber ebenfalls nicht viel beizutragen. Und was macht Bruce Willis? Mit ihm wusste man wohl noch am ehesten etwas anzufangen, denn seine Rolle ist am vielseitigsten. Es mag nicht jeden Humor treffen, wenn er in Hausfrauen-Kostümierung durch die Gegend rennt und seinem Huhn nachtrauert, aber einen gewissen trashigen Charme besitzt das durchaus. Außerdem sieht man Willis dabei gerne zu. Leider reichen ein paar solcher Einfälle nicht aus, das Szenario auf Dauer interessant zu halten, weshalb das spätestens nach der Hälfte der Laufzeit auch eintönig wird. Es fehlen einfach die guten Lacher und ein bisschen Action hier und da hilft da ebenfalls nicht.

Fazit: So löblich es auch ist, dass man die originale Besetzung für "Keine halben Sachen 2" wiedervereinen konnte, es bringt dem Streifen nicht so viel. Das darf sich echte Fortsetzung nennen, hat es jedoch auch halbwegs verdient an den Kinokassen weniger eingespielt zu haben. Hier will das Szenario nämlich weniger funktionieren. Die Handlung ist lustloser, vorhersehbarer und mit den Figuren weiß man weniger anzufangen. So schwinden die Sympathien und leider auch die Gags. Man kann zwar noch einige Male lachen, doch so richtig beherzt war das nicht. Handwerklich ist das alles noch solide gemacht und hinterher gewinnt die Handlung auch noch etwas an Kraft hinzu, trotzdem wird der Unterhaltungswert auf Dauer geringer. Somit stellt "Keine halben Sachen 2" keine zwangsläufig brauchbare Fortsetzung dar!

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