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Kritik von Elke König zu 'Escape Plan'

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Kritik von Elke König
veröffentlicht am 27.08.2017
70%
Inhaltsangabe:

Nach einem schweren persönlichen Schicksalsschlag hat sich der ehemalige Staatsanwalt Ray Breslin (Sylvester Stallone) darauf spezialisiert, Hochsicherheitsgefängnisse auf ihre Ausbruchsicherheit zu überprüfen. Dafür lässt er sich inkognito einschleusen, um dann nach einem erfolgreichen Ausbruch die Direktoren über die Schwachstellen zu informieren. Über seine Erfahrungen hat er einst auch ein Referenzwerk geschrieben.

Seine Agentur erhält einen neuen Auftrag, der jedoch heikel ist, da er sämtliche Richtlinien außer Acht lässt. Trotzdem willigt er ein. Schon der Weg dahin ist unüblich: Er wird betäubt, der Peilsender entfernt und in einem kurzen klaren Moment beobachtet er einen Mord. Als er vollständig wieder erwacht, findet er sich in einem Gefängnis wieder, dass so völlig anders ist als er bisher kannte. Die Zellen bestehen aus Glas und es gibt keinen Ausgang unter freiem Himmel. Die Wachen sind fast alle maskiert.

Schon sehr schnell gesellt sich Mithäftling Emil Rottmeyer (Arnold Schwarzenegger) zu ihm. Ray erfährt, dass Emil Rottmeyer einen gewissen Manheim kennt, der von verschiedenen Organisationen gesucht wird. Manheim scheint in der Lage zu sein, das globale Finanzsystem mit einem Knopfdruck in die Knie zu zwingen. Gefängnisdirektor Willard Hobbes (Jim Caviezel) foltert daher Rottmayer regelmäßig, um an Informationen über Manheim zu kommen.

Ray schafft mit Rottmayers Hilfe, sich einen kurzen Überblick über das Gefängnis zu verschaffen und stellt entsetzt fest: Sie befinden sich auf einem umgebauten Tanker - auf irgendeinem Meer. Hobbes gibt ihm zu verstehen, dass er seine wahre Identität kennt und es scheint sein persönliches Ziel zu sein, den Sicherheitsexperten zu schlagen. Doch so schnell gibt Ray nicht auf und gemeinsam mit Rottmayer entwickelt er einen Plan zur Flucht.

Währenddessen arbeitet seit Team in seiner Agentur daran, Ray zu finden. Denn der Scheck der Regierung ist geplatzt und der Partner Michael Clark (Vincent D'Onofrio) gibt sich sehr schwammig. Offenbar scheint Ray einem Komplott auf den Leim gegangen zu sein. Doch wie können sie ihn finden? Wird ihm die Flucht aus dem illegalen Gefängnis gelingen?

Mein Fazit:

Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone in einem Film, puh, geballte Power!

Wäre das Drehbuch ein bisschen tiefgründiger und glaubwürdiger, könnte man Film sogar in den höchsten Tönen loben. Doch leider ist genau dieses ein bisschen auf der Strecke geblieben. Zeitweilig erinnerte mich der Film auch ein bisschen an McGyver, wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob Ray Breslin (gespielt von Sly) der kleine oder der große Bruder von MacGyver ist. Was der Hochsicherheitsexperte alles wusste, oh man da konnte man Bauklötze staunen. Und das als ehemaliger Staatsanwalt! Rechtswissenschaften haben ja nun gar nichts mit Naturwissenschaften zu tun. Aber er konnte einen Sextanten bauen, Stahlnieten zum Dehnen bringen und ein ihm völlig fremdes Überwachungssystem per Computerbefehl kurz mal umschreiben. Ach ja, und nicht vergessen das Morse-Alphabet, das hatte er auch noch drauf.

Bei aller Liebe, aber das war mir dann doch zu viel des Guten. Von der Ballerei mal ganz abgesehen, die Wachen trafen mit ihren Schnellfeuerwaffen kaum (oder nur auf kurzer Instanz), aber er mit der Pistole punktgenau von größerer Entfernung. Dieses Problem gibt es ja in vielen Filmen. Die psychologischen Aspekte der Story fand ich dann doch viel interessanter, wie Ray immer wieder das Bild seiner Tochter nachmalt, die zusammen mit seiner Frau von einem entflohen Häftling ermordet wurde. Rottmayer alias Arnold Schwarzenegger bleibt mir da als Figur völlig fremd, außer dass er alles versucht, um Ray in seinem Fluchtplan unbedingt zu unterstützen. Das hätte mir zu denken geben müssen, denn die Auflösung des Coups ist einfach wie genial.

Jim Caviezel als brutaler und skrupelloser Gefängnisdirektor konnte mich durchaus überzeugen, dieses eiskalte Lächeln und die glitzernden Augen. Das personifizierte Böse sah dabei auch noch erschreckend gut aus. Er hat das Schiff nach dem Referenzwerk von Ray Braslin gebaut und glaubt, sein Gefängnis wäre ausbruchsicher. Nun, wie heißt es so schön? Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit!

Viel Geballer und Getöse, einige überraschende Wendungen und ein spannender Showdown, der aber auch nicht mehr enthält als Schall und Rauch. Während im TV die FSK12-Fassung lief, habe ich mir gleichzeitig die FSK16-Version per Streaming angesehen. Was mit dem Partner Michael Clark am Ende geschah, fand ich dann doch köstlich, in der TV-Version fehlte diese gänzlich. Für mich leider unverständlich, aber gut, ist halt so!

Der Action-Kracher erhält 70% von mir, denn trotz der Defizite im Drehbuch fand ich ihn ganz spannend und unterhaltsam. Aber mehr auch nicht.

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