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Kritik von Markus Mann zu 'Constantine'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Markus Mann
veröffentlicht am 23.12.2007
50%
Irgendwie fade Comicadaption

Zugegeben, ich stehe mit der Verfilmung von Comics auf dem Kriegsfuß und kann bisher eigentlich nur dem "Punisher" etwas abgewinnen. Aber es hieß ja, dass sich das neue Werk mit dem auch hier blaß wirkenden Keanu Reeves eher an die Erwachsenen unter uns wenden sollte, und so war ich bereit, dem Kämpfer gegen die Höllenwesen eine Chance zu geben. Doch das hätte ich besser bleiben lassen, denn der Film ist zäh, merkwürdig unausgegoren, von den Effekten zwar recht nett gemacht, inhaltlich aber verquer, um nicht gar das Wort abstrus zu verwenden, und hat zudem noch eine weibliche Hauptrolle an Bord, die von einer sehr untalentierten Darstellerin nur zaghaft ausgefüllt wird. Statt also atemberaubende Kampfszenen zu sehen, werden wir mit langweiligen Dialogen und dem "Tausend-Meilen-Blick" gequält, ach ja, es ist schon ein Kreuz mit den Comics...

Constantine nun ist seit früher Jugend in der Lage, Dämonen zu sehen, hat einen missglückten Selbstmordversuch hinter sich, leidet an Lungenkrebs, raucht aber, als bekäme er es bezahlt, und hat sein Leben dem Kampf gegen die Dämonen der Hölle verschrieben. Denn die Erde ist nur ein Spielfeld, auf dem sich die Heerscharen des Himmels und der Hölle beharken dürfen, man weiß nur nicht, wie das Spiel ausgeht. Nun wird aber der heilige Speer entdeckt, und dieser könnte dazu dienen, Satans Sohn auf die Erde kommen zu lassen, was das Gleichgewicht dramatisch verschieben würde. Also muß Constantine ran, der sich von seinem unermüdlichen Einsatz Erlösung erhofft, aber hier nicht allein unterwegs ist, nein, eine Polizistin ist mit an Bord, deren Schwester Selbstmord begangen hat. Es geht hin und her, mystischer Unfug wird gesprochen und sogar Erzengel Gabriel and Luzifer himself dürfen mittun, bis die Bedrohung gebannt ist - und Constantine auf neue Aufträge wartet.

Sehr schön sind die Bilder der Hölle anzusehen, doch leider haben wir es hier nur mit kurzen Sequenzen zu tun. Ansonsten ist an der Actionfront wenig geboten, und die Story gibt uns nichts, was wir nicht schon seit dem "Omen" oder "End of Days" kennen. Schade, denn die Figur des Constantine ist zynisch angelegt, aber Reeves erweist sich als ziemlicher Fehlgriff.

Schlimmer aber ist die stets ins Leere starrende Polizistin, da wünscht man sich doch schnell mal einen Dämonen herbei, nur einen kleinen, aber nein, die Dame überlebt, und wir auch, denn richtig langweilig ist der Film nicht. Aber man wartet die ganze Zeit darauf, dass endlich einmal etwas passiert, aber da wartet man vergebens, wie hoffentlich auch auf eine Fortsetzung, die die Welt genau so wenig braucht wie den ähnlich angelegten "Spawn". Irgendwann müssen doch mal alle Comics verfilmt sein - obwohl, das Publikum liebt dieses Genre und bezahlt gern den Obolus an der Kinokasse. Ich nicht mehr, denn seit "Constantine" bin ich resistent gegen Comicadaptionen - wegen einiger netter Effekte knappe 50%.

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