Prominent besetzt, konventionell gemacht und mit vielen Assoziationen zu Chandler, Hammett und Co. Die Darsteller tun ihr Bestes, aber Regie und Drehbuch lassen kein Auftauchen oberhalb der normalen Krimikost aus Frankreich zu. Und da hängen die spannungsgeladenen Früchte ja an sich sehr hoch. Drum interessieren eher die Unterschiede zu den berühmten s/w Vorbildern. Der Schnüffler hier heißt Manéri und wird von
Thierry Lhermitte recht professionell dargestellt. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf keine interessanten Personen. Normaler Trott halt! Er geht fast als Callboy durch, zockt und ist geschieden, mit einem sonderbaren Verhältnis zur Ex. Aus der langen Liste der Akteure ragt nur
Marion Cotillard heraus. Nicht nur weil sie sonst nie so viel nackte Haut zeigt wie hier 'als freizügige Schlampe', sondern weil sie am Ende auch noch Teil der überraschenden Wendung ist. Das reißt einen aber auch nicht mehr vom Hocker. Denn die eigentlich noch offenen Fragen wie 'Wer war's?' und 'Warum?' beantworten sich von selbst. Sie lösen sich nicht in Wohlgefallen auf, sondern in Achselzucken. So fahren wir am Ende mit Schnüffler Manéri in irgendeinem Auto irgendwo hin. Vielleicht hat er ja demnächst mal 'eine ganz private Affäre'. Hier im Film hat er jedenfalls keine.