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Kritik von Alexander Kiensch zu 'Texas Chainsaw Massacre: Die Rückkehr'

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Kritik von Alexander Kiensch
veröffentlicht am 14.06.2017
10%
Wie so viele andere spätere Hollywood-Stars haben auch im vierten Teil der "The Texas chainsaw massacre"-Reihe zwei Berühmtheiten einen frühen Auftritt in einem billig produzierten Horrorstreifen: Renée Zellweger gerät als harmloses Mauerblümchen in die Fänge des psychopathischen Matthew McConaughey, der zu einer weiteren kannibalistischen Hinterwäldlerfamilie samt Kettensäge schwingendem Irren gehört.

Mehr muss man zur Story dieses Machwerks auch nicht sagen, denn wie schon der zweite Teil ist auch "The Texas chainsaw massacre 4 - Die Rückkehr" gründlich missraten. Abgesehen von der professionellen Kameratechnik, die zumindest kinoreife Bilder erstellt, zeugt hier alles von umfassendem Dilettantismus. Schon die sinnfreie Dramaturgie stört gewaltig, wenn etwa gleich zu Beginn die vier zentralen Teenies von ihrer Abschlussfeier ins Auto springen und völlig ziellos drauflos fahren, um gleich darauf mitten in der Wildnis zu landen und allerlei gestörten Gestalten zu begegnen. Weiter gibt es einen bedeutungslosen Unfall, einiges langweiliges Hin- und Hergerenne und zahlreiche weitere Entwicklungen, die größtenteils zusammenhanglos wirken. Für anspruchslose Genre-Fans könnte das ja sogar noch für einen durchschnittlichen Splatterstreifen reichen, wenn nicht in der letzten Viertelstunde des Films mehrere derart verquaste Wendungen aus dem Nichts aufploppen würden, die auch sogleich wieder versanden und den Zuschauer mit einem offenen Ende völlig im Regen stehen lassen, dass man nicht den Hauch einer Idee mehr hat, worum es hier eigentlich gehen soll.

Mit dem eigentlichen Leatherface-Mythos hat das jedenfalls gründlich wenig zu tun. Das spiegelt sich auch in der Figurendarstellung wider: Nicht nur, dass diese völlig belanglosen Pappkameraden unfassbar dämliche Dialoge von sich geben (noch verstärkt durch die missratene deutsche Synchronisation), sodass es beinahe eine Erleichterung ist, wenn in der zweiten Filmhälfte vorrangig geschrieen wird - auch die mittlerweile dritte Killerfamilie mit einem Leatherface als Bruder ist hoffnungslos überzogen gezeichnet und wird von den Darstellern extrem chargierend interpretiert. Selbst McConaghey, der seiner völlig durchgeknallten Figur zumindest noch ein paar kurze charismatische Momente abringt, nervt großteils mit klischeehafter und übertriebener Mimik und Gestik. Und dass Leatherface die ganze Zeit vor sich hin winselt und kreischt, macht ihn eher zu einer nervtötenden Memme als zu einem furchteinflößenden Kettensägenkiller. Wie man einen so etablierten Horror-Kosmos derart kaputt machen kann, ist ein echtes Rätsel.

Durch diese durchgehend dilettantische Inszenierung kommt zu keinem Zeitpunkt auch nur etwas Ähnliches wie Spannung auf. Im Gegenteil langweilt der Film die erste Hälfte fast durchgehend mit Dialogen teilweise noch unter Porno-Niveau, unglaubwürdigen Figuren, die sich immer wieder unglaublich dumm anstellen, und allerhand vorhersehbaren Genre-Klischees. Und dann gibt es im letzten Drittel zwar etwas Psycho-Terror, aber nicht eine wirklich blutige Gewaltszene, sodass auch Splatter-Fans eine herbe Enttäuschung erleben dürften. Zusammen mit der hanebüchen-sinnlosen Handlung und den durchweg schlechten Darstellern ergibt das einen furchtbar miesen Trashstreifen aus der untersten Schublade. Zellweger und McConaughey werden diesen Film in ihren Filmografien sicher nicht groß erwähnen - und das sollte auch sonst keiner der Beteiligten.

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 Texas Chainsaw Massacre: The Beginning (2006)  
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