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Kritik von Elke König zu 'Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten'

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Kritik von Elke König
veröffentlicht am 10.09.2017
80%
Inhaltsangabe:

Gerade hat die Autorin Joan Wilder (Kathleen Turner) ihr Buch beendet, als sie einen Hilferuf von ihrer Schwester Elaine (Mary Ellen Trainor) erhält. Elaine hält sich in Kolumbien auf und wird als Geisel genommen. Im Gegenzug soll Joan eine mysteriöse Karte bringen, die ihr inzwischen verstorbener Schwager nach New York geschickt hatte.

Sehr um das Leben ihrer Schwester besorgt reist Joan nach Kolumbien. Ohne das es ihr auffällt, wird sie von zwielichtigen Typen verfolgt. Einer entpuppt sich als Zolo (Manuel Ojeda), einem korrupten kolumbianischen Polizisten. Gerade, als dieser Joan unter vorgehaltener Waffe die Karte entwenden will, tritt der Abenteurer Jack Colton (Michael Douglas) auf. Zolo muss unverrichteter Dinge fliehen. Joan, völlig hilflos in dem fremden und wilden Land, beauftragt Jack, sie zu dem Ort zu bringen, wo ihre Schwester festgehalten wird.

Doch es gesellen sich noch andere Verfolger zu ihnen und sie kämpfen sich durch das wilde Land. In einer ruhigen Minute betrachtet Jack die Karte und spürt, dass sie zu etwas sehr Wertvollem führt. Da auch er noch ein paar kostspielige Träume hat, sieht er seine Chance gekommen, sich seinen Anteil an der "Beute" zu holen. Doch die Verfolger sind ihn dicht auf den Fersen und Joan Wilder geht ihm teilweise auch ganz gehörig auf die Nerven.

Es warten noch haarsträubende Abenteuer auf sie!

Mein Fazit:

Es war mal wieder eine Freude, das Trio der achtziger Jahre wiederzusehen: Kathleen Turner, Michael Douglas und Danny DeVito!

Den Film habe ich natürlich schon mal gesehen, es ist aber auch schon eine Ewigkeit her und nur einzig der Rosenkrieg ist mir noch etwas lebhafter in Erinnerung. In Zeiten, wo Indiana Jones Hochkonjunktur hatte, wirkte dieser Abenteuerfilm natürlich etwas abgekupfert. Während Indiana Jones jedoch ein Archäologe war, ist Jack Colton ein Abenteurer, der mit der Zivilisation nicht mehr viel am Hut hat. Jack, wunderbar gespielt von Michael Douglas, ist stets gut bewaffnet, mit dem richtigen Instinkt ausgestattet und hat ausreichende Kenntnisse über Kolumbien, das nicht nur im Drogensumpf versinkt, sondern auch von Korruption, hoher Kriminalität und Armut geprägt ist.

Auf die Bestsellerautorin Joan Wilder, ebenso wunderbar gespielt von Kathleen Turner, wirkt das Land sehr befremdlich, kennt sie doch eigentlich nur ihre Wohnung in New York, wo sie romantische Bücher mit einem Hauch von Abenteuer schreibt. Die Abenteuer in ihren Büchern sind allerdings komplett erfunden und ihrer Fantasie entsprungen. Ihre Lektorin Gloria (eine herrliche Holland Taylor in jüngeren Jahren) versucht ständig, Joan an den passenden Mann zu bringen. Joan ist da allerdings gelassen! Die Gelassenheit verliert sie jedoch schlagartig, als sie den Hilferuf ihrer Schwester erhält. Sofort fliegt sie nach Kolumbien und wird mit einem Abenteuer konfrontiert, dass sie in ihren Büchern nicht besser hätte schreiben können.

Wir erleben ein altbekanntes Genre - Abenteuer mit Liebe, auf komödiantische Art erzählt. Viele Situationen hat man inzwischen mehrfach in ähnlicher Form schon in anderen Filmen gesehen, damals war es jedoch sicher ein großes Vergnügen. Kathleen Turner und Michael Douglas harmonieren gut und können das verrückte Paar authentisch spielen. Danny DeVito passt als kleiner Ganove ebenfalls gut ins Bild und es hat Spaß gemacht, den Irrungen und Wirrungen und zuweilen dramatisch lustigen Situationen zu folgen. Die Ganoven und Polizisten bilden einen wunderbaren Kontrast mit ihrer Tollpatschigkeit und zuweilen skurrilen Art. Und die Liebe kommt halt auch nicht zu kurz. Es passt alles wunderbar zusammen.

Unterhaltsam, kurzweilig und zwischendurch einfach nur schön, ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Reihe. Dieser bekommt 80%.

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 Teil der Serie 'Auf der Jagd nach ...' 
 Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten (1984)  
 Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil (1985)  
 
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