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Kritik von Benjamin Falk zu 'Die Wutprobe'

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Partner von Entania
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 22.04.2011
70%
Ich habe "Die Wutprobe" schon länger nicht mehr gesehen und hatte mal wieder Lust auf den Film. Man bekommt hier durchaus unterhaltsame Kost geboten, die gerade durch glänzende Darsteller sehr zu überzeugen weiß.

Dave gerät in eine schlimme Situation. Er befindet sich in einem Flugzeug. Eigentlich möchte er nur einen Kopfhörer haben um einen Film mit seinem nervigen Sitzpartner Buddy zu sehen, aber die Stewardess bringt ihm keinen. Als er erneut nachfragt, denkt die Stewardess er würde ausrasten. Kurz danach bekommt er einen Elektroschock und befindet sich vor Gericht. Ihm wird eine Aggressionsbewältigungstherapie verordnet. Der Leiter dieser Therapie ist ausgerechnet Buddy, der Sitznachbar aus dem Flugzeug. Als Dave erneut in eine Situation gerät, die eskaliert, wird ihm eine 30-tägige Intensivbehandlung verordnet. Von nun an begleitet Buddy Dave die ganze Zeit und mischt sich immer mehr in sein Leben ein.
Die Handlung ist zunächst recht ordentlich. Zwar gibt es von Anfang an einige Unglaubwürdigkeiten, aber die benötigt es nun mal um dieses Szenario einzuleiten. Hinterher wird das Ganze immer absurder und dann gibt es auch eine Auflösung. Diese ist nicht vorherzusehen und das fand ich damals ganz gut. Man muss aber auch sagen, dass die Auflösung sehr unrealistisch ist. Mich hat das recht wenig gestört, muss es aber dennoch bemängeln, weil das einfach sehr unlogisch ist. Ansonsten hat mir die Handlung ganz gut gefallen.

Am Besten sind aber definitiv die Darsteller. Tatsächlich glänzt hier Adam Sandler mal am meisten, denn er hält sich ziemlich zurück und hat die meisten Lacher auf seiner Seite. Daneben kann aber auch Jack Nicholson sehr gefallen. Statt Sandler lässt er hier die Sau raus. Das ist manchmal albern, aber meist ziemlich komisch. Die beiden zusammen zu sehen, hat mir wirklich gut gefallen. Dann wären da noch zahlreiche kleine Nebenrollen. Da wäre Marisa Tomei, die als Daves Freundin eine souveräne Leistung bringt. Natürlich dürfen auch nicht bekannte Gesichter aus anderen Filmen mit Adam Sandler fehlen. Da wäre allen voran natürlich Allen Covert, das Stammgesicht, der eine gute Leistung bringt. John Turturro bekam man zusammen mit Sandler später auch noch öfters zu Gesicht und er gibt eine schön abgefahrene Leistung. Luis Guzmán ist witzig und eine Szene mit Heather Graham hat mir ebenfalls gefallen. Zusätzlich gibt es noch zwei sehr komische Szenen mit John C. Reilly und Woody Harrelson. Diese ganzen bekannten Gesichter machen schon Spaß.
Die Figurenzeichnung ist natürlich sehr simpel und nicht besonders tiefgründig. Wie in den meisten anderen Sandler-Filmen, stört das auch hier nicht, da alle sympathisch sind.

Die Inszenierung ist ordentlich. Peter Segal hat nach "Die Wutprobe" noch öfters mit Adam Sandler zusammen gearbeitet. Segal versteht es gut die Komödie passend zu inszenieren und handwerklich gibt es da wenig zu meckern.
Die Atmosphäre ist ganz gut. Hier bekommt man eine konventionelle Komödie, die ihren Tiefgang hat, die dann aber auch nicht am Happy-End missen lässt. Man fühlt sich beim Schauen gut und amüsiert sich. Tiefgründig wird es natürlich kaum, aber das muss auch nicht sein.

Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall gut. Man muss zwar sagen, dass dem Werk beim mehrmaligem Schauen der Reiz entgeht, aber dennoch wurde ich noch kurzweilig unterhalten. Das liegt natürlich auch am Humor. Es gibt einige alberne und weniger überzeugende Gags, aber man kann auch oft lachen. Es gab einige gute Ideen und viele Dinge sind ziemlich witzig. Der Humor ist selbstverständlich auf einer etwas derberen Basis angelegt, aber das wird das Sandler-Publikum wohl gewohnt sein. Die derben und niveaulosen Gags halten sich aber sogar in Grenzen. Anspruchslos bleibt das Treiben dennoch. Die Auflösung ist banal, beim ersten Mal kommt sie aber sicherlich überraschend.
Viele Effekte gibt es nicht und wenn es welche gibt, sind diese in Ordnung.
Der Score ist passend und solide.

Fazit: "Die Wutprobe" glänzt gerade durch das Gespann Adam Sandler / Jack Nicholson und wird durch zahlreiche Gastauftritte noch unterstützt. Die Darsteller machen ihre Sache wirklich bestens. Die Story ist ganz nett, im Endeffekt aber zu unglaubwürdig und banal. Dafür wurde das Szenario genutzt um viele Gags, mehr und weniger gelungen, zu präsentieren. Nachdem ich "Die Wutprobe" schon einige Male gesehen habe, muss ich sagen, dass ich nicht mehr alles so komisch fand, aber man kann dennoch gut lachen. Die Inszenierung ist ordentlich und der Film ist kurzweilig. Wer also Adam Sandler mag und gerne das Hirn ausschaltet, der wird hier sicherlich bestens unterhalten werden!

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