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Kritik von Michael Scharsig zu 'The Divide'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 03.12.2012
75%
Ein Spoiler ist eine Information zur Handlung, die wesentliche Spannungs- oder Überraschungselemente vorwegnimmt.
Xavier Gens, verantwortlich für "Frontier(s)", präsentiert einen klaustrophobischen Endzeit-Psychothriller, der zwei Gesichter hat.

Atomare Apokalypse! Eine Gruppe Menschen flüchtet in das Untergeschoss eines Hochhauses, während der Rest der Stadt dem Erdboden gleichgemacht wird. Raus können sie wegen der Strahlung nicht mehr. Von dort an beschränkt sich "The Divide" auf das zwischenmenschliche der vielen schwierigen Charaktere, die sich irgendwie zusammenraufen müssen, um zu überleben. Wie die Betroffenen erfährt auch der Zuschauer nicht mehr über die Welt da draußen. Im Unterschlupf entwickelt sich mit der Zeit ein neues Gruppengefüge. Plötzlich beherrschen Angst, Misstrauen und das Streben nach Macht die Köpfe der Überlebenden. Keiner traut mehr dem anderen, bis die Situation eskaliert.

"The Divide" beginnt extrem stark mit einem wirklich passablen Michael Biehn, der als mürrischer Macho-Hausmeister in der ersten Hälfte des Filmes in Erinnerung bleibt. Auch die Location ist schaurig düster, die steigende Spannung zwischen den einzelnen Personen ist spürbar. Es wird auch deutlich wohin der Film will, doch trotz durchgängig guten Darstellern macht es sich die Story zu leicht. Zu schnell und zu einfach erlebt jede Person ihre persönliche Krise und die darauffolgenden Veränderungen. Gut gemacht finde ich, dass der Zuschauer zu keinem der Charaktere Sympathie entwickeln muss. Alle handeln mal logisch, mal menschlich, aber größtenteils egoistisch.

Leider überspitzt der zweite Teil des Filmes dann die Zeichnung der wirklich "bösen" Jungs. Warum hat eine ganze Gruppe Angst vor zwei Personen? Warum schadet die Strahlung dem einen, aber nicht dem anderen? Um nicht zu spoilern kritisiere ich am Ausgang des Filmes lediglich, dass er eleganter hätte gelöst werden. Insgesamt aber bleibt ein zufriedener Eindruck eines geeigneten Filmes für einen DVD-Abend. Wenn anschließend über einen Film diskutiert wird hat er zumindest geschafft, im Kopf zu bleiben.

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