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Kritik von Michael Scharsig zu 'Atrocious'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 02.11.2011
80%
Spanier scheinen ein Talent dafür zu haben, düstere, nüchterne und gleichzeitig schockende Handkamera-Filme zu drehen. Was mit "REC" grandios auf die Spitze getrieben wurde, wurde mit "Atrocious" immerhin ansehnlich weitergeführt.

Ein filmbegeistertes Geschwisterpärchen besucht seine Eltern auf ihrem Landsitz im spanischen Sitges und möchte parallel zum Elternbesuch einen Doku-Film via Handkamera drehen, über die Legende von Melinda - einem Mädchen, das in einem nahegelegenen Labyrinth verschwand und nun wiederkehrt, um Anderen zu helfen, die sich ebenfalls verlaufen haben. Das später gefundene Filmmaterial zeigt, was mit den beiden Filmemachern "tatsächlich" passiert ist.

Ein Labyrinth aus verwachsenen Hecken und Gestrüpp ist eine fantastisch gewählte Location, die zusammen mit dem alten Landhaus, gerade in den Nachtszenen zu Gruselminuten einlädt. Die Dialoge sind, für Mockumentary-Streifen üblich, wenig tiefsinnig, dafür aber nah am Alltag. Im Stil von "Paranormal Activity" kündigt ein Vor- und Zurückspulen der gezeigten Aufnahmen die spannenden Momente an, ohne aber zu viel zu verraten.
Leider lässt es der Film ein wenig zu langsam angehen, hin und wieder wünscht man sich, es würde doch endlich etwas passieren. Der Endspurt entschädigt dafür allerdings bestens.

Kurz vor Schluss enden die Aufnahmen abrupt und es werden fiktive Nachrichten über den Vorfall gezeigt. Erst anschließend wird noch einmal zurückgespult und gezeigt, was in den letzten Minuten der Aufnahmen geschah.

"Atrocious" hebt sich nicht von seinen großen Vorbildern "Blair Witch Project" oder "Paranormal Activity" ab, hält aber sehr gut mit. Auch wenn die eine oder andere Szene noch ein bisschen besser hätte durchdacht werden können, so bietet der Film ausreichend Intensität, um den Zuschauer zu fesseln. Wie immer gilt: Fans des Genres werden ihn mögen. Wer von Wackelbild und Amateur-Aufnahmen eher genervt ist, lässt die lieber die Finger davon.

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