In der heutigen Zeit wird die Kombination aus Anspruch, Originalität und kommerziellem Erfolg im Komödien-Genre nur selten erreicht. Gerade die Franzosen sind berüchtigt für ihre spritzigen Drehbücher und ausgefallenen Geschichten abseits des Hollywood-Kinos - leider wird das nur selten von einer breiteren Masse bemerkt.
Mit einem richtigen Kino-Boom beweist "Ziemlich beste Freunde", dass auch europäische Komödien noch eine kommerzielle Chance haben. Dabei ist der Plot des Regie-Duos Nakache und Toledano alles andere als originell. Beruhend auf einer wahren Begebenheit inszenieren sie ein klassisches, vorhersehbares Buddy-Movie nach altbewehrtem Rezept. Doch trotzdem hebt sich der Film deutlich aus der Masse der Buddy-Movies (die vor allem aus Hollywood kommen) ab.
Der Grund hierfür liegt in Details, für die französische Filme stets ein Auge haben. Das geniale Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller Omar Sy und Francois Cluzet, die trockene Situationskomik, die überaus sympathisch erzählten Charaktere, der Verzicht auf klischeehafte Wendungen - all das sind Aspekte, die "Ziemlich beste Freunde" zu einem besonderen Film machen.
Fazit: Trotz der erstaunlich geradlinig erzählten Geschichte, die ohne größere Höhen und Tiefen auskommt, bietet "Ziemlich beste Freunde" herzerwärmende Unterhaltung. Die sympathischen Schauspieler machen ihn zu einem Film, den man einfach nur mögen kann.