Ich habe mir den Film vorgestern angeguckt und ich bin zufrieden aus dem Kino gegangen. Der Film bietet genau dieses altmodische Kino, nach altbewährtem Rezept. Keine übertriebene Pyro-Effekte oder minutenlange Schießereien. Stattdessen gibt es wohldosierte Action mit einer gradlinigen Inszenierung. Genau das war auch
Taylor Hackfords Ziel. Eine spannende Geschichte erzählen, mit trockenen Sprüchen und sehr harten Szenen gespickt. Dazu eine Top Besetzung mit
Jason Statham,
Nick Nolte und
Jennifer Lopez. Dabei geht es nicht darum, wer der Beste ist, denn jeder hat seine Möglichkeit zu zeigen was er kann. Selbst Nick Nolte, der eine Nebenrolle hat, spielt seine Rolle gut und man merkt eben, dass er ein alter Showhase ist. Jennifer Lopez ist optisch eine Augenweide und ihr Schauspiel ist solide. Jason Statham spielt hier allerdings die alleinige Hauptrolle und das ist auch gut so. Denn er kann sich endlich mal wieder vollends entfalten, wenn man seine Fähigkeiten berücksichtigt. Denn in diesem Film hat er wirklich coole Kostüme an. Einmal sieht man ihn als Pfarrer, dann mit einem altmodischen Bart und als reicher Mann mit einem feinen Anzug und einem coolen Hut. Genau diese Art und Weise gefällt mir sehr in diesen Film. Klar, die typische Statham-Kost kriegt man trotzdem geboten, aber es langweilt den Zuschauer zu keiner Sekunde, da der Film durchweg super unterhält. Die Sprüche sind gewohnt trocken und knapp gehalten. Somit hat sich Taylor Hackford wenig Fehler geleistet. Für viele mag der Film teilweise etwas komisch aussehen. Vor allem der Anfang kommt eher konventionell daher, mit einfacher Optik und wenigen Spielereien. Denn auf CGI-Effekte hat man zum Glück weitestgehend verzichtet. So ist die Action zum Beispiel sehr hart und realistisch gedreht. Hier spritzt das Blut und das ist eben echt und das sieht echt gut aus. Ansonsten gibt ein paar kleine Kampfszenen. Hier darf man allerdings keine "
Transporter" Kämpfe erwarten, da es eben eine Romanverfilmung ist. So ist der Film insgesamt mit keinen Highlights ausgestattet, aber genau diese einfache Art zu unterhalten hat mir sehr gut gefallen. Denn solche Filme gibt es leider immer weniger. Doch es ist schön zu sehen, wenn Regisseure auf die wahre Regiearbeit zurückgreifen, anstatt den Film mit etlichen Effekten vollzustopfen und wenn die Schauspieler nur als Deko agieren müssen. Denn hier sind die Schauspieler im Vordergrund. Die Kulissen in Miami haben mir am besten gefallen. Hier kommt der Film am besten rüber, da er eben nicht billig aussieht, wie es vielleicht am Anfang ausgesehen hat. Die Kameraarbeit ist ebenfalls einfach gehalten. Kein Gewackel oder verwinkelte Einstellungen. Alles wurde sauber und übersichtlich in Szene gesetzt. Auch der Schnitt ist zum Glück ruhig und einfach gehalten.
Fazit: Ein weiterer Jason-Statham-Film, der durchweg super unterhält. Die Story ist interessant und spannend in Szene gesetzt, was man ja nur von wenigen Statham-Filmen behaupten kann. Die Action ist häufig vorhanden und keinesfalls lächerlich inszeniert. Hier hat man sich auf Jason Stathams körperliche Präsenz konzentriert. Denn er hat fast alle Stunts selber gemacht. Somit bekommt man einen Jason Statham geboten, der seinen Fans einiges bieten möchte. Der Rest überzeugt in Nebenrollen, die keinesfalls enttäuschen.