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Kritik von Willy Obermeyer zu 'To Rome with Love'

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Partner von Entania
Kritik von Willy Obermeyer
veröffentlicht am 12.02.2013
75%
Okay okay, um Lügen und die Beichte morgen früh um Acht zu umgehen: Ja, ich sündige, das war mein erster Allen! Aua. Aua! Nicht schlagen! Ich weiß doch, dass es eine Schande ist, und der ein oder andere wird sich nun vielleicht an die Stirn fassen, sie runzeln und sich fragen, wie ich es so weit im Leben gebracht habe. Den Allen umgangen, so eine Schweinerei. Ich gelobe mir aber Besserung, denn vor nicht allzu langer Zeit habe ich es getan. Ich habe Allen geguckt! Mit "To Rome With Love" habe ich die Affäre begonnen. Und nur so viel vorweg: gerne wieder. Aber das nächste Mal dann lieber in Paris, der Abwechslung halber.

Wobei die Abwechslung immer da sein dürfte, wenn ich es mit Woody mache. Stilistisch und in Sachen Tempo und Größe hängt der den anderen definitiv hinterher. Aber die Lieblichkeit, mit der Allen den Regiestab führt, hat mich doch so sehr umgarnt, dass ich mich kaum zügeln kann, bis wir unsere Rendezvous in Paris in Nacht fortsetzen. So erzählt der Film (Synonym: mein erster Allen) romantische Kurzgeschichten aus "Amore Roma", die nicht wirklich viel bieten, dennoch aber unauffällig sympathisch sind. Etwas trottelig sind sie derweil alle, die Menschen, die wir durch Rom und ihre ganz persönliche Odyssee des "Amore"-Faktors, der Liebe begleiten. "To Rome With Love" ist keiner dieser verstrickten Episodenfilme, wo Person A Person B streift, während Person C die Schwiegermutter von A erregt, die rein zufällig die Zwillingsschwester der Oma von B ist. Auch der Froschregen bleibt erwartet aus. Es ist vielmehr eine Aneinanderreihung von untereinander unabhängigen Kurzgeschichten, aus denen sich das römische Liebesspiel zusammensetzt - wie ein kleiner, sinnlicher Sommernachtstraum. Ein Traum, bei dem sich die Bilder an kulturelle Plätze und Prunkbauten haften, und die Schauspieler, darunter Alec Baldwin als skurriler US-amerikanischer Architekt, mindestens einmal im Film irgendwie damit in Verbindung kommen.

Das hat mir überaus gefallen. Ich könnte suchen und ich würde finden, wenn es um Fehler geht, die Allen begeht, wie etwa die äußerst oberflächliche Kehrseite des Berühmtseins, aber ich bin ehrlich: Ich wurde lange nicht so locker leicht und charmant durch einen Film geleitet. Dabei begehe ich jetzt bestimmt den Fehler, dass andere Allens noch sehr viel besser sind, und ich das fatalerweise nicht weiß, und ich diesen hier jetzt viel zu hoch bewerte. Aber wenn dem so sein sollte, und das tatsächlich so ist, dann ist Woody genau mein Mann!
So also ging ich "To Rome With Love", um übermorgen am Chateau de Versailles in Frankreich auf dich zu warten. Wenn du mich siehst, wackel einmal neurotisch mit dem Kopf, damit ich dich seh'. Einen Espresso bringe ich dir mit. Versprochen.

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