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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Jack Reacher'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 31.12.2017
70%
Die Thriller-Reihe um den ehemaligen Elite-Militär-Ermittler Jack Reacher hat den Schriftsteller Lee Child zum Bestseller-Autoren gemacht. Es sollten aber 15 Jahre ins Land gehen, bis der charismatische Hüne mit dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und einem Hang zum Einsiedlerleben auf der Straße den Weg auf die Kinoleinwand fand. Zwar mag der gerade mal 1,70 Meter große Top-Mime Tom Cruise nicht die Idealbesetzung für den unerschrockenen Ex-Militär-Cop darstellen, aber Drehbuchautor und Regisseur Christopher McQuarrie, der zuvor schon das Drehbuch zum Tom-Cruise-Film "Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat" abgeliefert hatte, gelingt es, seinen Star auf der Leinwand entsprechend groß darzustellen und ihn eine furiose One-Man-Show abfackeln zu lassen.
Ein Scharfschütze ermordet in einer Kleinstadt in Indiana von einem Parkhaus aus fünf scheinbar beliebig ausgewählte Menschen auf der anderen Flussseite. Alle Indizien weisen auf den ehemaligen Soldaten James Barr (Joseph Sikora) hin, den die junge Anwältin Helen Rodin (Rosamund Pike) vor der Hinrichtung bewahren will. Bevor Barr beim Gefangenentransport ins Koma geprügelt wird, verlangt er nach Jack Reacher, den Detective Emerson (David Oyelowo) und der Staatsanwalt Alex Rodin (Richard Jenkins) allerdings nicht aufspüren können. Emerson präsentiert Rodin gerade Reachers eindrucksvolle Militär-Akte, als der hochdekorierte Reacher ins Büro des Staatsanwalts schneit. Auch wenn er fest davon überzeugt ist, dass Barr tatsächlich für die Tat verantwortlich ist, lässt er sich von Barrs Anwältin als Ermittler anheuern, um die Wahrheit herauszufinden. Für Reacher steht nach Sichtung des Polizeiberichts schnell fest, dass Barr die Schüsse nicht abgefeuert haben kann und keine so deutlichen Beweise hinterlassen hätte. Bei seinen eigenen Ermittlungen stößt er auf den Kriegsveteranen Cash (Robert Duvall), der Barr auf seiner Schießbahn trainieren ließ, und einen Strippenzieher im Hintergrund, dessen Handlanger Reacher mit allen Mitteln ausschalten sollen ...
Mit "Sniper" hat das Duo Cruise (der auch als Produzent fungierte) und McQuarrie den neunten Roman aus Lee Childs Jack-Reacher-Reihe verfilmt, jeder andere in sich abgeschlossene Roman der Reihe wäre aber ebenso gut geeignet gewesen. Bevor Reacher ins Geschehen eingreift und quasi - wie es seinem Naturell entspricht - aus dem Nichts auftaucht, ist der Zuschauer bereits mit den wichtigsten Figuren in dem nicht allzu komplexen Plot vertraut, mit den Rodin-Anwälten, die als Vater und Tochter auf der jeweiligen anderen Seite im Gerichtssaal sitzen, mit dem schwarzen Ermittler Emerson, mit dem Tatverdächtigen und auch mit dem tatsächlichen Täter, der zu einer geheimnisvollen Gruppe von Verbrechern gehört. Reachers Figur ist mit Emersons Vortrag aus dessen Militärakte hinreichend eingeführt und reißt das Geschehen schnell an sich. Seine Erfahrung als ausgezeichneter Militärermittler und seine kompromisslose Art führen ihn schnell auf die richtige Spur, doch bis zu den Hintergründen der tödlichen Schüsse hat Reacher einige Schurken aus dem Weg zu räumen. Tom Cruise macht wie in der "Mission: Impossible"-Reihe einmal mehr als taffer Action-Held eine gute Figur, darf als Schütze wie im Nahkampf gegen mehrere Gegner ebenso glänzen wie durch seinen messerscharfen Intellekt und seine Ausstrahlung beim weiblichen Geschlecht. Neben ihm können aber auch Rosamund Pike ("Gone Girl - Das perfekte Opfer") als aufrecht agierende Anwältin und Charakter-Mime Robert Duvall ("Der Richter - Recht oder Ehre") als charismatischer Kriegsveteran glänzen, während der deutsche Regie-Exzentriker Werner Herzog ("Fitzcarraldo", "Cobra Verde") als zäher Gulag-Überlebender einen eher skurrilen Akzent in dem Ensemble darstellt. Die Inszenierung ist McQuarrie schnörkellos und ohne Längen gelungen. Wilde Autoverfolgungsjagden, wilde Schießereien und temporeiche Nahkämpfe lassen das Action-Herz höherschlagen, ohne dass "Jack Reacher" in dieser Hinsicht besondere Qualitäten aufweist. Immerhin war der Film so erfolgreich, dass Edward Zwick vier Jahre später mit "Jack Reacher: Kein Weg zurück" eine Fortsetzung drehen durfte ...
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