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Kritik von Michael Scharsig zu 'Grave Encounters'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 14.09.2012
85%
Lange mussten die deutschen Fans des Found Footage auf den kultigen Geisterschocker warten. Nun gibt es ihn endlich in deutscher Fassung auf DVD und auch in unserer Sprache hat er nichts von seinem Charme eingebüßt. Da "Charme" zu nett klingt sei gesagt, dass "Grave Encounters" sicherlich einer der gruseligsten und klaustrophobischsten Handkamera-Streifen ist, der locker mit den "[REC]"- oder den "Paranormal-Activity"-Reihen mithalten kann.

Kurz zur Story: Lance Preston moderierte die Sendung "Grave Encounters", in der er mit seinem Team Orten nachging, in denen es angeblich spukt. Ein TV-Produzent stellt dem Zuschauer die sechste Episode der Sendung vor, in der sich Preston und Co. 2003 in die ehemalige Collingwood-Psychiatrie einschließen ließen. Das ungeschnittene Rohmaterial zeigt paranormale Aktivitäten, plötzlich entstehende Labyrinthe, ehemalige Patienten und ein Fernsehteam, das langsam aber sicher dagegen ankämpft, nicht selbst wahnsinnig zu werden.

Eine ehemalige Psychiatrie in fast ständiger Dunkelheit bietet eine wahrhaft schaurige Location für einen Handkamerafilm. Innovativ ist der Streifen nicht gerade, doch die typischen Stilmittel werden hier gekonnt verwendet und oft besser inszeniert als in anderen Filmen. So wird der Zuschauer mit fliegenden Betten, plötzlich verzerrten Grimassen und Händen, die aus Wänden nach dem Team greifen, konfrontiert. Ein großes Plus ist die deutsche Synchronisation, die authentisch wirkt und - Gott sei Dank - nicht so amateurhaft rüberkommt, wie zum Beispiel in "Der letzte Exorzismus". Trotz der aufkeimenden Gruselstimmung leistet sich der Film auch den Luxus satirisch auf TV-Formate zu blicken und hin und wieder für Schmunzler zu sorgen, dies aber ohne Störfaktor.

Natürlich bleiben Erklärungen auch hier aus und ein klares Ende gibt es wieder nicht. Damit müssen die Zuschauer von Found Footage Filmen einfach klarkommen. Wer darüber hinwegsehen kann, der wird sich zumindest über die teilweise deutlich gezeigten Geister freuen. Wer Filme wie das "Blair Witch Project" oder "Atrocious" liebt, der wird auch mit dem Team der "Grave Encounters" seinen Spaß haben. Mit Vorfreude darf bereits jetzt auf den zweiten Teil geblickt werden, in dem es heißt, dass Teil 1 doch nur eine Show war. Ein Fan will der Sache aber nachgehen. Hier bleibt nur noch zu sagen: Licht ausmachen, Film ansehen, gruseln!

Da ich jetzt schon häufiger darauf angeschrieben wurde, wieso ich einen Film schlecht bewerte und ihm dann doch 75 Prozent gebe - hier meine Richtlinien zur Erläuterung: 80 % bis 100 % = fantastisch bis sehenswert, 55 % bis 75 % = nicht mein Fall bis enttäuschend, 35 % bis 50 % = mies bis abschreckend, 0 % bis 30 % = grauenhaft bis unzumutbar.

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