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Kritik von Michael Scharsig zu 'The Tunnel - Fürchte die Dunkelheit'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 28.04.2014
75%
Casting bezeichnet den Vorgang, bei dem die Besetzung der Rollen eines Films oder eines anderen Werks mit Schauspielern festgelegt werden.
Auf der ganzen Welt wird mit wenig Budget viel Geld durch Found Footage gemacht. Da möchte die australische Filmwelt nicht drauf verzichten und schickt ein Journalisten-Team in "The Tunnel".

Zuerst bedient sich der Streifen an der in "The Bay" sehr intelligent inszenierten Interview-Form und streut zusätzlich Internet-Videos ein, die ohnehin schon öffentlich die Runde machen. Das also irgendetwas in den Tunneln vor sich geht ist von Beginn an klar. Die Anzahl der interviewten Mitwirkenden deutet zudem auf weitere "Unfälle" hin.

So mutig die Erzählweise startet, so lange nimmt sie auch Anlauf. Wenn von Beginn an bestimmte Umstände klar sind ist mir schleierhaft, wieso sich Regisseur Carlo Ledesma so viel Zeit für die Einführung, die Drehvorbereitung und den Gang in die Tunnel nimmt. Einmal unten angekommen baut sich wenigstens langsam so etwas wie negative Stimmung auf.

Irgendwann, wenn es dann endlich los geht, entsteht tatsächlich Spannung, die im gewohnten Genre-Stil nur Andeutungen, Schatten und Geräusche zulässt. Nun ist es im Found Footage Bereich üblich, dass auf Erklärungen und Abschlüsse verzichtet wird, das ist auch gut so. Doch selbst um die eigene Fantasie anzuregen wird hier zu wenig vermittelt.

Trotzdem gefallen die Effekte der wenigen Sichtungen und auch die Darsteller machen ihre Sache "amateurhaft gut". Dass zu keiner der Personen Sympathie aufgebaut werden kann ist einerseits den Interviews und der Vorgeschichte zu verdanken. Auf er anderen Seite ist das authentisch, denn schließlich werden einem ja keine Helden, sondern Zeugen und Opfer präsentiert, die zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort waren und nicht extra gecastet wurden.

Fazit: "The Tunnel" braucht lange um in Fahrt zu kommen und wenn es soweit ist, ist es auch schon fast wieder vorbei. Zwar entwickelt der Film eine atmosphärische Dichte, wie "The Descent", doch zeigen tut er deutlich weniger. Insgesamt ist das ein durchschnittlicher Genre-Beitrag, der sich nicht verstecken muss - aber kann.

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