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Kritik von Elke König zu 'Game of Thrones'

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Kritik von Elke König
veröffentlicht am 24.01.2017
85%
Kritik zu Season 3
Eine Staffel (engl. Season) einer TV-Serie besteht meist aus 10-24 einzelnen Episoden, die dann oft durch eine längere Drehpause getrennt sind.
Inhaltsangabe:

Im Norden von den sieben Königslande braut sich etwas zusammen. Jenseits der Eismauer ziehen die Wildlinge unaufhaltsam gegen den Süden und alles, was sich ihnen in den Weg stellt, wird gebrandschatzt und niedergemetzelt. John Schnee (Kit Harington) von der Nachtwache macht da so seine Erfahrung mit den Wildlingen.

In Königsmund erholt sich die Familie Lannister von dem Angriff von Stannis Baratheon (Stephen Dillane) nur schwer, Tywin Lannister (Charles Dance) übernimmt die Aufgabe der Rechten Hand des Königs, um die Geschicke der Familie zu leiten, denn es droht alles auseinanderzubrechen. Noch führt die Familie Lannister Krieg gegen den König des Nordens Robb Stark (Richard Madden).

Dieser hält noch immer Ser Jaime Lannister (Nikolaj Coster-Waldau) gefangen. Um die zwei Stark-Töchter zu retten, schickt Robb Jaime in Richtung Königsmund, ohne zu wissen, dass seine Schwestern bereits in ganz andere Gefahren schweben.

Währenddessen erstarkt Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) jenseits der Meerenge und sie kann eine Armee aufbauen. Noch wartet sie auf den richtigen Augenblick, sich ihren Platz auf dem Eisernen Thron zu erkämpfen.

Mein Fazit:

Nach den ersten beiden Staffeln, wo es ja mitunter ziemlich blutig und freizügig zuging, war die dritte Staffel deutlich mehr geprägt von den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen nach Stannis' Angriff auf Königsmund. Stannis als Bruder des verstorbenen Königs erhebt Anspruch auf den Thron, doch seine Armee ist erheblich geschwächt. Einzig eine ziemlich mysteriöse Priesterin kann ihn wieder aufbauen.

Tywin Lannister (toll gespielt von Charles Dance) hat in Königsmund alle Hände voll zu tun. Er muss nicht nur seine verwitwete Tochter Cersei Lannister (Lena Headey) im Auge behalten. Auch auf Tyrion (Peter Dinklage) muss er achten, denn dieser macht in der Regel nur Ärger. Um ihn zu zähmen, strebt Tywin eine Hochzeit zwischen Lannister und Stark an. Aber auch seinen Enkel Joffrey (Jack Gleeson), der amtierenden König, muss er hin und wieder an seine Pflichten hinweisen und ihn praktisch noch erziehen. Allerdings gibt das viel Konflikt-Potenzial, da Joffrey sich seiner Stellung durchaus bewußt ist.

Robb Stark führt Krieg und sucht stets Verbündete. Doch aus Liebe verrät er ein Bündnis. Und so läuft er Gefahr, sich selbst die Schlinge um den Hals zu legen. Sein Halbbruder John Schnee, Soldat der Nachtwache, macht hingegen sehr interessante Erfahrungen mit den Wildlingen. Sie sind brutal, misstrauisch und bereit, in den Süden zu ziehen. Denn der Winter naht und diese sind bekanntermaßen lang und dunkel.

So viele Erzählstränge, so viele Personen, die auftauchen und auch wieder verschwinden, da muss man schon höllisch aufpassen. Aber allmählich bekommt man einen guten Überblick. Nur die Namen kann man sich so schlecht merken, sind sie doch recht ungewöhnlich und nicht immer leicht auszusprechen. Die Hauptfiguren werden einem dann auch richtig vertraut, man glaubt, sie inzwischen gut zu kennen. Dabei ist es egal, ob sie ein gutes oder ein böses Herz in der Brust haben. Leider muss man sich auch in dieser Staffel von einigen Personen verabschieden, die einem doch ein wenig ans Herz gewachsen sind.

Viel Blut floss dann zum Ende hin wieder, aber das ist dann auch zu verzeihen, hatte man sich vorher etwas zurück gehalten. Die etwas ruhigere Erzählweise gibt einen tiefen Einblick in die Verstrickung der einzelnen Familien, aber Aufmerksamkeit ist das höchste Gebot: Wer mal nicht aufpasst, kommt schnell durcheinander. Vieles wird in den Dialogen der Akteure erklärt.

Für eine angenehmere dritte Staffel und dem sich nun deutlich anbahnenden Konflikt zwischen den einzelnen Familien gibt es 85% und wir freuen uns schon auf die vierte Staffel.

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