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Kritik von Benjamin Falk zu 'The Collection - The Collector 2'

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Partner von Entania
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 13.07.2013
75%
"The Collector" war für mich damals ein überraschend starker Film, den ich immer noch gerne sehe und der vor allen Dingen immer noch richtig schön derb ist. Als ich erfuhr, es würde eine Fortsetzung geben, freute ich mich sehr, befürchtete aber auch schlimmes. Zum Glück hat sich diese Befürchtung als unberechtigt herausgestellt, denn auch wenn "The Collection" minimal schwächer ist als der Vorgänger, so bleibt dennoch starke Unterhaltung.

Im ersten Teil schaffte es Arkin fast dem Collector zu entkommen, aber dann schnappte er ihn doch. In einer Disko soll nun die nächste, große Tat des Collectors stattfinden. Dort stellt er die Kiste auf, in der sich Arkin befindet. Zufällig stößt Elena auf diese Kiste und befreit den geschundenen Arkin. Dieser kann fliehen, doch Elena wird von dem Collector eingesammelt. Von seiner Freiheit hat Arkin allerdings nicht viel. Kurze Zeit später kommt Lucello zu ihm. Er wurde von Elenas reichem Vater damit beauftragt, sie zurückzuholen und er sieht in Arkin die beste Chance, den Collector zu finden. Mehr unfreiwillig als freiwillig macht Arkin bei der Sache mit und man begibt sich in das Heim des Collectors. Dass das nicht gut ausgehen kann, kann man sich ja denken.
Das offene Ende des ersten Teils hat ja geradezu dazu eingeladen, eine Fortsetzung zu machen. Scheinbar war das Interesse des Zuschauers groß genug und das ist gut so. Was man nun an Handlung präsentiert bekommt, lässt sich anfangs noch nicht genau sagen, doch schon bald ist die Sache klar. Dabei besitzt die Story nicht mehr den Reiz des ersten Teils, setzt dafür aber andere Schwerpunkte. An Ideen mangelte es da nicht und auch wenn das nicht genial ist, so empfand ich die Story doch als ordentlich fortgeführt.

Sehr gefallen hat es mir, dass Josh Stewart erneut die Hauptrolle spielt. Dies macht er ebenso stark wie im Vorgänger und kann schon mal durchaus überzeugen. Daneben macht aber auch Emma Fitzpatrick ihre Sache solide. In einer sehr kleinen Rolle gibt es Christopher McDonald zu sehen und eine echte Überraschung war für mich noch Lee Tergesen, der wirklich packend und charismatisch gespielt hat. Die restlichen Darsteller dienen da eher nur als Kanonenfutter, aber jeder spielt soweit solide.
Bei einem solchen Film mit dem Thema Figurenzeichnung anzufangen, ist schwierig. Wer intensive, eindringliche und ausgefeilte Charakterzeichnung erwartet, wird sich so einen Film sicherlich nicht ansehen. So erhält hier natürlich niemand Tiefe, aber immerhin waren fast alle Figuren sympathisch. Außerdem bleibt der Collector ein echt starker Killer, der nichts an seinem Mysterium verliert. So erfährt man weiterhin überhaupt nichts über ihn oder seine Motive. Das ist sehr gut so. Sein simples Aussehen ist genial und er bleibt äußerst bedrohlich.

Die Inszenierung übernahm erneut Marcus Dunstan, der seinen Job wieder sehr gut macht. Zwar hatte "The Collector" im Endeffekt etwas raffiniertere Szenen zu bieten, aber auch bei "The Collection" sieht das alles verdammt geil aus und ist sehr stylish gemacht. Vielleicht mag es dem ein oder anderen etwas zu hektisch sein, mich hat das hier jedoch nicht gestört.
An der Atmosphäre hat sich ein wenig was getan. War der erste Teil doch sehr düster und sogar leicht beklemmend, so ist davon nicht ganz so viel übrig. Natürlich gibt es keinen Humor und die Gangart ist knallhart. Allerdings ist Übertreibung hier ganz klar das Stilmittel. Unrealistisch war das schon im ersten Teil enorm, aber hier legt man ganz klar noch eine Schippe drauf. Dadurch verliert das Geschehen für mich etwas an Horror, aber schlimm ist das überhaupt nicht. Als wahrer Gorehound kann man mit dem Film nämlich enorm viel Spaß haben.

Denn wenn der Vorgänger schon sehr derb war, dann muss es im zweiten Teil obligatorisch natürlich noch härter sein. Alleine die Massenabschlachtung in der Disco anfangs lässt den Bodycount bemerkenswert hoch ansteigen. Danach sind es zwar nicht mehr so viele, die sterben, aber es bleibt blutig, extrem und es wird gesplattert was das Zeug hält. Dabei hat mir die Gewalt hier nicht mehr so sehr weh getan, wie es im ersten Teil der Fall war, aber ein echt extremer Film ist "The Collection" dennoch. Natürlich sollte man das nur ungeschnitten genießen. Die Effekte sind sehr gut geworden und nur wenig stammt aus dem Computer.

Berechnet man den Abspann nicht mit ein, dann beträgt die Laufzeit gerade mal ca. 75 Minuten, was schon recht kurz ist. Das ist aber gut so, denn für mehr Länge, gibt die Story nicht genug her und man hat gar nicht erst versucht, das künstlich zu verlängern. So ist der Film enorm kurzweilig und verging wirklich schnell. Es ist immer etwas los, es gibt genügend Action und am Ende wird es sogar noch ziemlich spannend. Da sind auch immer mal wieder echt toll gemachte Szenen bei und ich habe da teilweise doch über die kranke Kreativität gestaunt. Nun bin ich nur echt mal gespannt ob und wie man das Geschehen fortsetzen wird, denn die Szene am Ende, lässt doch wieder vieles offen und das hat mir erneut sehr gut gefallen.
Die Musik von Charlie Clouser passt bestens zum Geschehen.

Fazit: Wer den ersten Teil schon nicht gut fand, sollte diese Fortsetzung nicht gucken, wer von Übertreibung nichts hält, der sowieso nicht. "The Collection" ist wirklich unglaublich unrealistisch und übertrieben, aber das Ganze wird mit so viel Stil gemacht, dass es einfach nicht stört. Die Handlung ist natürlich dünn, besitzt aber viele tolle Ideen und die Darsteller spielen sehr gut. Wie das mit der Figurenzeichnung bei solchen Filmen aussieht, weiß man ja, dafür ist das handwerklich schon echt stark gemacht. Die Atmosphäre verbreitet bei mir in erster Linie gute Laune, der Unterhaltungswert ist hoch und der Splatterfreak wird sich sowieso an dem Geschehen erfreuen. Nicht ganz so toll wie "The Collector", aber dennoch eine sehr würdige Fortsetzung!

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