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Kritik von Manuel Streng zu 'Stolen'

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Kritik von Manuel Streng
veröffentlicht am 05.10.2017
40%
Stolen - Wer stahl mir den Sonntagabend?

Mit Stolen wagt Ressigeur Simon West 15 Jahre nach "Con Air" zusammen mit dem in die Jahre gekommenen Nicholas Cage eine erneute Actioninszenierung um möglicherweise an alte gemeinsame Erfolge anzuknüpfen. Jedoch scheint er zu vergessen, dass sich das Genre seit der Jahrtausendwende massiv verändert hat.

Der Plot ist schlicht und einfach schwach. Sehr schwach. Bereits nach dem zehnminütigen Prolog scheint der komplette Handlungsstrang offen zu liegen und der Zuschauer kann nicht nur erahnen in welche Richtung sich die Geschichte bewegt sondern bekommt geradezu klischeehaft jedes Puzzleteil der story vorgesetzt. Probleme dabei: Es kommt sehr schnell (innerhalb der ersten 20 Minuten) Langeweile auf; ich persönlich fühlte mich stark unterfordert. Dazu bekommt der Zuschauer das Gefühl den Film zu kennen. (vielleicht liegt das ja auch an Herrn Cage, der ja mittlerweile jeden dahergelaufenen Actionhero verkörpert.)

Helfen nun die kurzen aber sehr hektisch geschnittenen Heist- und Verfolgungsjagd-Szenen das Storydebakel auszubügeln? Nein. Hier fehlt es einfach an Bildgewalt und Inszenierung. Mit ewig gleichen Kameras und Schnitten erinnern die Actionszenen qualitativ eher an Streifen wie "Stirb Langsam 4.0" (2007) und erblassen neben denen, aus Filmen mit gleichem Erscheinungsjahr ("Django Unchained", "Argo", "Looper"). Das dies nun einem knapp bemessenen Budget zu verdanken ist, kann man ebenfalls nicht behaupten, da Stolen mit rund 35 Mio im oberen Mittelfeld lag.

Die letzte Chance zu Punkten hat Stolen nun noch mit der Rollenbesetzung vergeben. Neben bereits genanntem Nicholas Cage (behalten wir ihn im Gedächtnis mit Rollen wie in "Bringing Out the Dead" und "Leaving Las Vegas"), welcher mittlerweile auch nicht mehr als Zugpferd dienen kann spielt Josh Lucas ("Poseidon") einen überzeichneten Psycho-Gangster, Danny Huston ("30 Days of Night") den erbitterten Erzfeilnd/FBI-Agent und Malin Åkerman ("Watchmen") die nötige weibliche Gefährtin mit gefühlten fünf Sätzen Text. Die handelnden Personen werden sehr knapp umrissen und durch fehlendes schauspielerisches Engagement entsteht kaum Tiefe. Wenn also beispielsweise Handlungsrelevante Personen sterben entlockt das dem Zuschauer lediglich noch ein Schulterzucken.

Fazit:
Fans von alten Cage-Streifen haben hoffentlich nach "Lord of War" mit seiner schauspielerischen Klasse abgeschlossen denn ansonsten werden sie hier bitter enttäuscht. Stolen wirkt wie ein Film aus den Frühen 2000ern in dem sowohl Plot, Besetzung als auch Inszenierung anderen Machwerken aus 2012 deutlich hinterherhinken.

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