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Kritik von Benjamin Falk zu 'Karate Tiger VII - To Be the Best'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 14.02.2017
50%
Selbst wenn diese Reihe ja eigentlich gar keine ist, bot "Karate Tiger" bisher meistens ganz gute Unterhaltung. Geändert hatte sich das erst mit dem Vorgänger. Nun kommt "To Be the Best" hinterher, dem man dann im deutschen Raum den Titel "Karate Tiger 7" gegeben hat. Macht immer noch keinen Sinn, doch daran hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Gut ist das Werk nicht, doch wer nur auf stumpfe Action aus ist, wird dennoch nicht zu sehr enttäuscht sein.

Eric und Sam verdienen sich beide mit Straßenkämpfen ihren Unterhalt, doch damit soll bald Schluss sein. Ihr Vater, früher selbst ein erfolgreicher Kämpfer, stellt nämlich ein Team für die Meisterschaften im Kickboxen zusammen. Seine beiden Söhne nimmt er mit. Schon früh kommt es zu Auseinandersetzungen mit dem thailändischen Team, doch es gibt noch ein Problem. Die Mafia hat nämlich hohe Summen auf die Thailänder gesetzt und versucht nun alles, damit die Amerikaner nicht gewinnen können.
Dieses Drehbuch könnte man so wahrscheinlich während einer Autofahrt zusammenschreiben. Natürlich geht es mal wieder nur um das Kämpfen, aber es ist schon erstaunlich, wie viele banale Situationen man dort hineinstopft, damit es auch außerhalb des Ringes zu viel Action kommen kann. Das ist alles sehr unsinnig, überhaupt nicht glaubwürdig und wahrscheinlich selbst für die Fantasie eines zwölfjährigen Jungen zu unrealistisch, aber im Endeffekt ist das nicht so wichtig. Wenigstens werden Fans mit dem bedient, was sie erwarten und deshalb entzieht sich das auch der negativen Kritik.

Die Darsteller sind okay. Michael Worth spielt die Hauptrolle nicht gerade toll, ist für "Karate Tiger 7" jedoch brauchbar. Am bekanntesten ist hier wohl Martin Kove, der allerdings nicht so viel zu sehen ist. Die restlichen Darsteller sagen mir überwiegend nichts und man braucht da auch keine großen Leistungen zu erwarten, aber es ist alles halbwegs passabel gespielt und deshalb stört das auch in keinster Weise.
Die Figurenzeichnung ist sehr schlicht, was man natürlich erwarten muss. Die Charaktere werden kaum näher erläutert und sind einfach da. Sie erhalten so gut wie keinen Hintergrund, Hauptsache ist, dass sie kämpfen müssen. Sympathien entstehen so nicht, aber die Figuren nerven nun auch nicht sonderlich, weshalb dieser Punkt ebenfalls in Ordnung ist.

Joseph Merhi ist ein waschechter B-Movie-Regisseur, der scheinbar ein Faible für übertriebene Action besitzt. Dass ein Werk wie "Karate Tiger 7" nicht das riesige Budget besitzt, ist klar und teilweise sieht man das auch, aber trotzdem holt Merhi da doch eine ganze Menge heraus. Die Action ist zwar saudämlich, kommt aber immerhin vor. Aus handwerklicher Sicht ist das doch noch ganz brauchbar, selbst wenn es billiger wirkt und nichts Besonderes vorzuweisen hat.
Wie die Atmosphäre ist, kann man sich denken. Im Vordergrund stehen reißerische Fights, die immer nur mal kurz von etwas Handlung unterbrochen werden. Das ist gänzlich locker, überhaupt nicht packend und lässt sich somit am ehesten als seichte Kost beschreiben. Ein bisschen Trashfaktor gesellt sich ebenfalls noch mit hinzu und damit wird man nun niemanden vom Hocker hauen können, aber phasenweise war es doch ganz spaßig.

Dem Unterhaltungswert kann man jedenfalls nicht viel vorwerfen. Es beginnt gleich mit maßlos übertriebener Action und eine Pause gönnt man dem Zuschauer kaum. Immer wieder wird gekämpft. Das wird mit der Zeit ehrlich gesagt etwas monoton, aber es ist zumindest immer etwas los und die 94 Minuten Laufzeit vergehen somit auch recht zügig. Die alte deutsche Version sollte man übrigens unter jeden Umständen vermeiden, denn der Film wurde damals unfassbar stark geschnitten. Warum, kann man sich nicht erklären. "Karate Tiger 7" ist nicht gerade brutal. Es wird mal etwas Blut vergossen, aber meistens ist das eher harmlos. Immerhin sind die Kämpfe soweit ganz nett choreographiert. Nicht Weltklasse, aber ansehen kann man sich das schon. Die wenigen Effekte sind hingegen etwas weniger gelungen.
Der Score tut so, als würde der Film noch immer aus den 80er Jahren stammen, was mir gut gefallen hat.

Fazit: "Karate Tiger 7" oder eben "To Be the Best" ist ein sehr stumpfer Actionfilm, der Fans aber immerhin viel Action bietet. Ist zwar etwas eintönig, langweilt allerdings trotzdem selten. Die Handlung kann man vergessen, aber sie spielt hier auch ehrlich gesagt keine wichtige Rolle. Dafür sind die Darsteller soweit erträglich und die Figurenzeichnung kann einem eigentlich ebenfalls egal sein. Handwerklich durchaus billiger, aber trotzdem nicht so schlecht gemacht, bietet die Atmosphäre immerhin ein wenig Spaß und Trash. Nur brutal wird es leider kaum, dafür gibt es ein paar Explosionen zu sehen. Ein völlig lockerer, seichter Actionfilm, den man absolut nicht gesehen haben muss, aber wer es primitiv haben möchte, dürfte eigentlich zufrieden sein!

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 Teil der Serie 'Karate Tiger' 
 Karate Tiger 5 - König der Kickboxer (1990)  
 Karate Tiger 6 - Entscheidung in Rio (1992)  
 Karate Tiger VII - To Be the Best (1993)  
 Karate Tiger 9 (1995)  
 Karate Tiger 8 (1995)  
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