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Kritik von André Gerstenberger zu 'The Italian Job - Jagd auf Millionen'

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Kritik von André Gerstenberger
veröffentlicht am 08.11.2017
90%
Da ich nach wie vor immer noch krankgeschrieben bin, habe ich mir gedacht ich schaue mir mal wieder einen älteren Film an. Nun die Auswahl fiel auf diesen Film, wobei ich sagen muss, dass ich mir den Film bisher nur einmal angeschaut habe und das ist schon Jahre her.
Ich war echt überrascht, wie gut der Film sich gehalten hat. Ich hatte ihn noch recht gut in Erinnerung. Dies bestätigt sich auch bei dieser zweiten Sichtung. Ich finde ihn sogar besser, als beim ersten Mal. Ich finde er wirkt auf mich jetzt deutlich unterhaltsamer als damals, wo ich noch nicht genau wusste wie ich den Film einschätzen soll.
Der Film ist exzellent in Szene gesetzt. Perfekt durchdacht, mit grandiosen Schauspielern, die bis in die Nebenrollen sehr prominent besetzt sind. F. Gary Gray gab jedem Schauspieler die Chance sich zu präsentieren und das auf völlig verschiedene Arten. Insgesamt ein Film der wie eine perfekt gemachte Zahnradmaschine funktioniert. Der Anfang ist spektakulär mit einer hervorragenden Einführungssequenz. Die Kulisse in Venedig wird dabei opulent in Szene gesetzt. Vor allem wie Bootsverfolgungsjagd ist ein absoluter Hochgenuss, da Wally Pfister als Kameramann auf Weltklasse Niveau arbeitet. Er hat zuvor bei "Insomnia" schon sein Talent als wahrer Kameramann, mehr als deutlich unter Beweis gestellt. Nach 20 Minuten voller Spannung und Action, setzt der Film einen perfekt Übergang an und begeht zum Glück nicht den Fehler, den Hauptplot auszubremsen. Somit versucht der Film erst gar nicht, mit weiteren Handlungssträngen sich zu verzetteln. Das Drehbuch bietet tolle Ideen, ist raffiniert, actionreich, spannend und humorvoll umgesetzt worden. Die Charaktere sind klug gewählt und passend mit ins Drehbuch eingebunden. Wie schon vorher erwähnt, ist der Film einfach wie aus einem Guss inszeniert worden. Man hat als Zuschauer nicht das Gefühl, das F. Gary Gray sich mit unnötigen Nachdrehs beschäftigen musste. Das kommt diesen Film auch zugute, da er eben nicht versucht einen drauf zu setzten, womit er sich mit anderen Film profilieren möchte. Ich habe auch nicht das Gefühl gehabt, das man irgendwelche Gimmicks oder Szenen aus anderen Film dreist nach verfilmen wollte. F. Gary Gray war für mich schon immer ein Regisseur, der ganz genau weiß was er will und sich von niemandem reinreden lässt.
Die Kulissen können sich ebenfalls sehen lassen, wobei das Highlihgt am Anfang schon präsentiert wird, als die wundervolle Kulisse von Venedig mehr als würdevoll in Szene gesetzt wurde. Danach folgen Kulissen, die man oftmals zusehen bekam, wobei man hier mit interessanten Blickwinkeln die Städte sehr interessant präsentieren ließ.
Die Schauspieler agieren auf sehr ordentlichem Niveau. Ihre Eigeninterpretationen was ihre Fahigkeiten und unterschiedliche Erfahrungen angeht, werden äußerst reizvoll dargestellt. Vor allem Jason Statham war schon damals ein verdammt cooler Typ und präsentiert sich auch hier in mehr als ordentlicher Manier. Mark Wahlberg agiert fast wie in all seinen Film fast gleich, wobei ich das mag, da er eben immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat. Seine Lausbuben Art hat mir schon damals sehr gut gefallen. Charlize Theron mag etwas zurückhaltend agieren, aber ich finde sie hat sich unheimlich entwickelt als Schauspielerin. Donald Sutherland muss keinem etwas beweisen, da er die meiste Erfahrung mit Sicht bringt, leider verabschiedet sich sein Charakter nach 20 Minuten. Für mich ein kleiner Wermutstropfen, aber zum Glück bietet der Film genügend talentierte Schauspieler, um so etwas auszugleichen. Edward Norton beweist mal wieder sein Schauspieltalent mit Vielfalt, Humor und einer enormen Präsenz. Ein sehr wertvoller Schauspieler der bisher jeden Film unheimlich bereicherte.
Was die Action angeht wird einem eine frische Palette aus Verfolgungsjagden geboten, die mit so viel Detailverliebtheit inszeniert wurden. Mir persönlich wird das geboten, was mir heutzutage fehlt. Keine billige Fließband -ction, sondern Action die mit Liebe, Herz, Leidenschaft und Ideenvielfalt. Diese mag zwar nicht so ausufernd sein, als viele der heutigen Filme, dafür ist es in Sachen Qualität besser als, das Zeug was heute teils beschissen in Szene gesetzt wird.

Fazit: Ein Film mit smartem Humor, exzellenten Schauspielern, vorzüglichen Actionszenen und einem Drehbuch mit Verstand und Raffinesse. Die Regie ist über jeden Zweifel erhaben und sollte von keinem Filmfan infrage gestellt werden. F. Gary Gray ist bis heute ein gefragter Regisseur und ich hoffe er wird uns noch mit sehr vielen Filmen beglücken. Sein Talent hat er schon sehr früh erkannt, als er diesen wundervollen Film prachtvoll in Szene setzte.

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