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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Stephen Kings Stark'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 02.02.2018
70%
Ein Credit (Würdigung) ist eine Namensnennung einer Person im Vor- oder Abspann eines Filmes.
Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) ist ein US-amerikanisches Filmstudio und Verleih von Film- und Fernsehproduktionen. Das Traditionsunternehmen wurde 1924 gegründet, 2005 wurde es von einem von Sony geführtes Konsortium aufgekauft. Metro-Goldwyn-Mayer unterhält seitdem einen Vertriebs- und Koproduktionsvertrag mit Sony Tochterunternehmen Sony Pictures Entertainment.
www.mgm.com

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Mittlerweile wird Stephen King, der Großmeister des literarischen Horrors, mit über 250 Credits in der Internet Movie Database geführt, doch nur die wenigsten der auf seinen unzähligen Kurzgeschichten und Romanen basierenden Filme wurden auch von Regisseuren verwirklicht, die im Filmbereich das darstellen, was Stephen King in der Literaturszene verkörpert. Neben John Carpenter, der sich Stephen Kings Roman "Christine" (1983) angenommen hat, fällt nämlich nur noch Altmeister George A. Romero ("Die Nacht der lebenden Toten") in diese Kategorie. Nach "Die unheimliche verrückte Geisterstunde" (1982) adaptierte der 2017 verstorbene Filmemacher 1993 mit "Stark - The Dark Half" einen der besten Romane seines Freundes Stephen King. Mittlerweile ist die fast vergessene Genre-Perle auch auf eine FSK-16-Freigabe heruntergestuft worden und aktuell über OFDb Filmworks/MGM auf Blu-ray erhältlich.
Schon als Kind wollte Thad Beaumont (Timothy Hutton) Schriftsteller werden, doch litt er immer wieder unter heftigen Kopfschmerz-Attacken und Krampfanfällen. Seit dem Jungen damals ein vermeintlicher Tumor aus dem Gehirn entfernt worden ist, der sich als vom Körper absorbierter Zwilling entpuppte, der von Thads Eltern im Familiengrab beigesetzt worden ist, lebt Thad aber weitgehend beschwerdefrei. Mittlerweile hat Thad als Schriftsteller Karriere gemacht, lebt mit seiner Frau Liz (Amy Madigan) und den eigenen zwei kleinen Zwillingen in einem netten Haus und lehrt am örtlichen College. Erst als ein junger Mann namens Fred Clawson (Robert Joy) Beaumont bittet, ein Buch des Schund-Autors George Stark zu signieren und ihn erpresst, mit seinem Wissen über Thad Beaumonts Pseudonym an die Öffentlichkeit zu gehen, sorgen Thad und sein Agent Rick Cowley (Tom Mardirosian) dafür, die wahre Identität von George Stark bekanntzumachen und ihn publikumswirksam zu beerdigen. Doch davon ist George Stark (ebenfalls Timothy Hutton) gar nicht angetan und bringt systematisch jeden um, der mit dem inszenierten Ableben von George Stark zu tun hatte. Da bei den brutalen Morden Thads Fingerabdrücke sichergestellt werden, nimmt Sheriff Alan Pangborn (Michael Rooker) den Schriftsteller besonders unter die Lupe, doch für die meisten Taten weist der Schriftsteller ein sicheres Alibi auf. Allmählich dämmert Thad, dass sein Alter Ego George Stark für die Morde verantwortlich ist ...
Ähnlich wie seine Romanfigur Thad Beaumont hatte Stephen King selbst mit dem Problem zu kämpfen, wie er mit seinem eigenen Pseudonym Richard Bachman umgehen soll, unter dem er zwischen 1977 und 1984 insgesamt fünf Romane ("Amok", "Todesmarsch", "Sprengstoff", "Menschenjagd", "Der Fluch") veröffentlichte, bis ein Buchhändler in den Urheberrechtsunterlagen zu den Romanen bei "Amok" auf den Namen Stephen King gestoßen ist. In "Stark - The Dark Half" nimmt das Pseudonym George Stark allerdings körperliche Gestalt an, wobei sein Erscheinen mit Sperlingen einhergeht, deren mythologische Bedeutung als Seelenbegleiter als Erklärung für die physische Manifestierung des Pseudonyms herhalten muss.
Romero hat die Atmosphäre des Buches wunderbar eingefangen und seine filmische Adaption, für die er selbst auch das Drehbuch verfasste, gar nicht mal so blutig und brutal inszeniert, wie man es aus der Zusammenkunft von King und Romero erwarten durfte. Stattdessen liegt der Fokus des Films auf der Doppelrolle, die Timothy Hutton ("Der gute Hirte", "Alles Geld der Welt") bravourös verkörpert. Die Verwandlung des Schriftstellers vom etwas tollpatschigen, aber aufmerksamen Familienvater und Schöpfer anspruchsvoller Literatur zum skrupellosen Killer-Arschloch zählt zu den bemerkenswertesten Qualitäten des Films, der durch seine ruhige Erzählweise und vor allem Christopher Youngs ("Hellraiser") kongeniale musikalische Untermalung überzeugt. Einzig die vorhersehbare Handlung und die spannungsarme Inszenierung trüben den Sehgenuss ein wenig.
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