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Kritik von Gerald Holmer zu 'Blade Runner 2049'

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Kritik von Gerald Holmer
veröffentlicht am 12.10.2017
80%
"Blade Runner 2049" ist ein Science-Fiction-Film von 2017 und die späte Fortsetzung von "Blade Runner" aus dem Jahr 1982 des Briten Ridley Scott. Regie führte diesmal der Kanadier Denis Villeneuve, die Handlung selbst spielt 30 Jahre nach den Ereignissen des Originalfilms.

Im Jahr 2049 ist die Erde ziemlich heruntergewirtschaftet und in manchen Teilen durch Nuklearunfälle radioaktiv verseucht. Ein besseres Leben versprechen nur die Außenkolonien, die auf anderen Planeten errichtet werden. Für deren Erschließung sind sogenannte Replikanten zuständig, gentechnisch gezüchtete Menschen, um dort schwere Arbeiten zu verrichten, die "normale" Menschen nicht tun wollen. Replikanten sind schwerer verwundbar, besitzen aber nur eine begrenzte Lebensdauer, um den normalen Personen nicht zu überlegen zu werden. Sie haben außerdem den Status von Menschen zweiter Klasse und werden dementsprechend schlecht behandelt. Vor 30 Jahren gab es Probleme mit Replikanten der Baureihe Nexus 6, die Menschen töteten und diesmal bereiten Nexus-8-Modelle Probleme, die eine unbegrenzte Lebensdauer besitzen und sich versteckt haben. Für deren Eliminierung sind sogenannte Blade Runner zuständig, eine Spezialeinheit der Polizei von Los Angeles. Einer von ihnen ist Officer KD6-3.7 (Ryan Gosling), selbst ein Replikant, allerdings einer der neuen Nexus-9-Serie, die inzwischen die Wallace Corporation herstellt. Vorher war die Tyrell Corporation der Produzent, die allerdings pleite ging und von dem erblindeten Firmeninhaber Niander Wallace (Jared Leto) übernommen wurde. Die Nexus-9-Serie führt Befehle ohne Widerrede aus, ist zeugungsunfähig und hat wieder eine begrenzte Lebenszeit. Die Wallace Corporation verdient aber nicht nur an den neuen Replikanten und Computer-Hologrammen, sondern auch an künstlich hergestellten Protein-Mehlwürmern, die der Menschheit als Nahrungsgrundlage dienen und in Gewächshäusern außerhalb der Stadt gezüchtet werden. Officer K spürt auf einer der Farmen einen Nexus-8-Replikanten auf und tötet ihn. Doch er macht dort noch eine Entdeckung: Er findet eine Kiste mit Menschenknochen darin. Durch genauere Untersuchungen stellt sich heraus, dass die Knochen von einem weiblichen Nexus-7 stammen, der vor 30 Jahren bei der Geburt eines Kindes starb. Jetzt beginnt die fieberhafte Suche nach dem Kind, da eine Replikantin vorher noch nie ein Baby auf die Welt gebracht hatte. Um mehr zu erfahren, muss K einen alten Blade Runner namens Deckard (Harrison Ford) aufsuchen, der zurückgezogen im zerstörten Las Vegas lebt. Doch auch Wallace und seine Mitarbeiterin Luv (Sylvia Hoeks) sind hinter dem Kind her, das seine Produktpalette und damit seinen Reichtum erweitern könnte.

Villeneuve und Scott, der hier als ausführender Produzent agierte, ist zwar keine perfekte, aber dafür eine sehr gute Fortsetzung gelungen. Sie führt die Handlung des Originals stringent weiter und versucht nicht, nur ein billiger Abklatsch wie viele andere Fortsetzungen zu sein. Phänomenal sind Ausstattung, Spezialeffekte und die Musik, für die diesmal Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch verantwortlich zeichneten. Fast noch imposanter als im Original der griechische Komponist Vangelis Synthesizer-Musik einsetzte, hauen Zimmer/Wallfisch richtig auf die Pauke. Dadurch wirkt die unheimliche Umgebung des Films noch unheimlicher und manchmal hat man den Eindruck, dass durch den Toneinsatz irgendwo in der Nähe Granaten einschlagen. Größtes Manko des Streifens ist seine Dauer. Die 164 Minuten lassen manchmal langatmige Szenen aufkommen und zum Schluss hin fällt der Spannungsbogen zu stark ab. Da hätte man verkürzen und auch stellenweise mehr Action einbauen können.

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 Teil der Serie 'Blade Runner' 
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 Blade Runner 2049 (2017)  
 
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