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Kritik von Patrik "Pitt" Schmitt zu 'Django Unchained'

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Kritik von Patrik "Pitt" Schmitt
veröffentlicht am 13.03.2013
95%
Der Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit den Sklaven Django (Jamie Foxx), um mit seiner Hilfe die Brittle Brothers, auf deren Ergreifung eine hohe Belohnung ausgesetzt ist, ausfindig zu machen. Im Gegenzug verspricht er ihm die Freiheit. Nachdem die Verbrecher zur Strecke gebracht sind, beschließt das ungleiche Gespann, den Winter über gemeinsam auf Kopfgeldjagd zu gehen und im Frühjahr Djangos Frau Broomhilda aus den Händen des Plantagenbesitzers Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) zu befreien. Die Brutalität auf Candies Plantage nimmt den eigentlich so harten Schultz mehr und mehr mit, während Django immer kaltblütiger wird.

Da praktisch jeder Tarantino-Film schon vor Erscheinen wie verrückt gehypt und nach Erscheinen hoch gelobt wird, nehme ich diese euphorischen Ankündigungen schon lange nicht mehr ernst, auch wenn ich dem guten Quentin durchaus gewogen bin. Aber dieses Mal waren wirklich alle Vorschusslorbeeren gerechtfertigt!

In "Django Unchained" hat Tarantino wieder mal eine sehr illustre Schauspielerschar versammelt, aus der Hauptdarsteller Foxx schon fast abfällt, nicht weil er in irgendeiner Weise schlecht performen würde, nein, weil alle anderen so grandios sind. Der vorzügliche Waltz (Danke Tarantino, dass Du diesen Mann fürs große Kino entdeckt hast) staubt vollkommen verdient seinen zweiten Oscar ab (bester Nebendarsteller), Samuel L. Jackson brilliert als rassistischer Haussklave, DiCaprio als brutaler Plantagenbesitzer, Don Johnson hat einen superben Kurzauftritt und so weiter. 165 kurzweilige Minuten, in denen man nicht in die Versuchung kommt auf die Uhr zu schauen, ein absolut stimmiger Soundtrack und genau die richtige Menge Witz (köstlich die Episode mit dem Ku-Klux-Klan), keine Ahnung wie man das besser hinbekommen kann! Tarantino at ist best! Bravo Quentin!

Natürlich gab es auch reichlich Kritik, aber die darf getrost von diesem Meisterwerk abperlen. Logisch ist der Film brutal! Aber einerseits macht es keinen Sinn, die Brutalität der Sklavenzeit weichzuzeichnen oder zu verharmlosen (auch wenn es dadurch zwei wirklich üble Szenen im Film gibt), andererseits schafft es Tarantino, seinen geliebten Showdown so zu choreographieren, dass die Bilder meist noch eine gewisse Ästhetik haben und auch für nicht so hartgesottene Zuschauer noch erträglich sind (FSK16 ist natürlich dennoch ernst zu nehmen!).

Historische Verfälschungen will ich Tarantino auch nicht vorwerfen. Dynamit wurde ein paar Jahre später erfunden: geschenkt. Der Ku-Klux-Klan wurde erst ein paar Jahre später gegründet: na und? Mandingo-Kämpfe gab es organisiert wohl auch nicht (den Begriff hat Tarantino von dem Film "Mandingo" entlehnt). Vergleichbar brutale "Spielchen" der Sklavenbesitzer waren aber keine Seltenheit. Spaßig finde ich die Kritik von zwei Seiten: Der Film wäre rassistisch gegenüber den Schwarzen (Ach nee ... ein Film über die Sklavenzeit rassistisch) und rassistisch gegenüber den Weißen: So schlimm war es doch nie! (Noch einmal ach nee, wo sitzen da die Geschichtsverfälscher?).

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