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Kritik von Benjamin Falk zu 'Das Schwergewicht'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 11.11.2012
75%
"Das Schwergewicht" hat mich schon sehr interessiert und deshalb bin ich auch gleich ins Kino gegangen. Meine Erwartungen waren dabei nicht besonders hoch und so war ich am Ende doch ziemlich überrascht, denn mir hat der Film wirklich gut gefallen.

Scott war mal ein sehr guter Lehrer, hat die Leidenschaft an dem Beruf aber längst verloren. An der Schule müssen Budgetkürzungen gemacht werden und es soll auch den Musikunterricht treffen. Kurz zuvor hat Scott noch gesehen, wie begeistert Marty seine Schüler unterrichtet und sie die Musik lieben. Deshalb will er es nicht einsehen, dass man ihnen die Musik nimmt, aber es müssen fast 50000 Dollar her. Nun versucht er das Geld aufzutreiben und kommt schließlich auf die absurde Idee Mixed Martial Arts zu kämpfen. Auf einer Abendschule lernt er sogar jemanden kennen, der ihm dabei helfen kann und so geht das Training los.
Gekämpft wird hier bei der UFC (Ultimate Fighting Championship). Diese Veranstaltung ist in den USA ziemlich populär, hier aber weniger bekannt. Früher lief es auch in Deutschland mal im Fernsehen, es wurde aber verboten, weil man eine Gewaltverherrlichung darin sah. Tatsächlich geht es bei diesen Kämpfen äußerst brutal zur Sache, da wird auch auf den Gegner eingeschlagen, wenn er bereits auf dem Boden liegt und Blut fließt teilweise reichlich. Es ist also sehr banal, dass ein Lehrer nun ausgerechnet hier kämpfen will und am Ende sogar noch eine gute Figur dabei macht. Aber das ist halt eine konventionelle Komödie und da muss man es mit Realismus nicht so eng sehen. Ansonsten ist die Story ziemlich vorhersehbar, aber das macht alles nichts, denn mir hat das Drehbuch trotzdem ordentlich gefallen. Die Geschichte bleibt stets interessant und wurde einfach gut umgesetzt.

In erster Linie überzeugt Kevin James sehr. Man sah ihn in letzter Zeit als Kaufhaus-Cop oder Zoowärter und er scheint auf gewisse Standardrollen festgelegt zu sein. Nicht ganz, denn hier spielt er tatsächlich mal eine leicht andere Rolle, was ihm scheinbar auch viel Spaß gemacht hat. Er ist mit vollem Körpereinsatz mit dabei, spielt lustig und ziemlich glaubwürdig. Eine tolle Leistung und es hat mir sicherlich schon lange nicht mehr so viel Spaß gemacht James zu sehen. Salma Hayek spielt den typischen Love-interest, macht dies aber charmant und Henry Winkler fand ich ebenfalls gut. Bas Rutten hat mir gut gefallen und es ist auch schön Gary Valentine in einer kleinen Rolle zu sehen. Alle anderen Darsteller spielen ebenfalls ordentlich und nicht wenige stammen auch aus der Kampfszene.
Die Figurenzeichnung setzt auf Konventionen, aber das passt hier bestens. So sind alle Charaktere ungemein sympathisch und das hat mir sehr gut gefallen. Man erfindet das Rad keineswegs neu, aber belanglose Figuren sind das keineswegs und so ist alles im grünen Bereich.

Die Inszenierung hat mir gut gefallen. Gerade die Kampfszenen wurden schon ziemlich ordentlich gemacht. Sehr schön ist auch, dass Kevin James hier immer eine gute Figur macht und die Kämpfe glaubwürdig spielen kann. Handwerklich gibt es daran nichts auszusetzen.
Gut gelungen ist auch die Atmosphäre. "Das Schwergewicht" ist eine reine Feel-Good-Komödie, die ihr Ziel vollkommen erfüllt. Ich hatte nämlich wirklich gute Laune während des Filmes. Da dürfen kleinere sentimentale Szenen natürlich nicht fehlen, wirken aber zum Glück gar nicht mal so aufgesetzt und stellen sich sogar als schön heraus. Man schwingt gerne mal die Moralkeule, tut dies aber nie ohne Gefühl. So bekommt man einen schönen, spaßigen Film, der dann auch mit Action nicht geizt.

Diese muss es natürlich geben, denn es geht ja immerhin um Kampfsport. Und wenn man sich dann im Ring befindet, gibt es auch ordentlich eine drauf. Da muss Scott schon viel einstecken. Das wirkt allerdings nie zu brutal, denn es bleibt immr lustig. Der Humor ist sowieso ziemlich gut gelungen, denn ich konnte desöfteren lachen. Hier hat man dann im Endeffekt doch wieder einen recht normalen Kevin-James-Film vor sich, aber die Gagdichte ist viel höher als noch bei "Der Zoowärter". Langweilig wurde mir jedenfalls überhaupt nicht und die Laufzeit verging angenehm schnell.
Ein paar Effekte gibt es dann natürlich auch noch und diese sind alle gut gelungen. Blutig wird es kaum, aber der finale Kampf ist gar nicht so harmlos ausgefallen, was mich gefreut hat.
Der Score ist gut und der Soundtrack sehr passend.

Fazit: "Das Schwergewicht" ist im Endeffekt eine ganz normale Komödie, macht aber viel Spaß. Die Handlung hat mir gerade deshalb gefallen, weil es hier um UFC geht und auch wenn das nicht immer realistisch ist, hat man das doch gut geschrieben. Kevin James ist in Höchstform, auch alle anderen spielen gut und die Figuren sind einfach nur sympathisch. Dazu kommt eine gute Inszenierung und eine sehr stimmige Atmosphäre. Daraus ergibt sich ein sehr hoher Unterhaltungswert. Für mich auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film!

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