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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'The Beach'

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Partner von Fantastic Zero
The Beach
Poster zu "The Beach"Kinostart Deutschland: 17.02.2000

Drama, Abenteuer

USA 2000, ca. 119 min.

FSK: ab 16, $40 Mio. Budget
» Trailer
Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann, veröffentlicht am 29.02.2000
Auf seiner Reise durch Thailand trifft Richard auf einen ausgeflippten Mann, der ihm von einer paradiesischen Insel erzählt, von der außer ihm niemand etwas weiß. Richard ist sofort Feuer und Flamme, und macht sich, nachdem der Fremde ihm eine Wegbeschreibung gegeben und das Zeitliche gesegnet hat, auf die Suche nach diesem Ort.

Richard (Leonardo DiCaprio, Titanic) ist fern der Heimat in Thailand unterwegs, wo er neue Menschen, neue Sitten und neue Erfahrungen sammeln will. In einem heruntergekommenen Hotel trifft er auf Daffy (Robert Carlyle, Trainspotting), der ihm eine tolle Geschichte erzählt: irgendwo mitten im Ozean soll es eine kleine Insel geben, von deren Existenz außer ihm niemand etwas weiß. Richard ist skeptisch, nachdem Daffy sich aber in der folgenden Nacht das Leben genommen und zuvor eine Karte an Richard Tür angebracht hat, mit deren Hilfe er den Weg zur Insel finden kann, denkt er darüber nach, ob er die Reise zu diesem ungewissen Ziel antreten soll. Etwas besseres hat er eigentlich sowieso nicht vor, und für ein Abenteuer ist er bereit, nur fehlen ihm noch die notwendigen Reisepartner, denn alleine wird er den Trip dorthin nicht antreten.
Die Reisepartner muß er aber nicht lange suchen, denn schon bald trifft er Françoise (Virginie Ledoyen) und Étienne (Guillaume Canet), ein Pärchen aus Frankreich, die ebenfalls daran interessiert sind, diese traumhafte Insel zu finden. Kurze Zeit später haben sie ein Boot gemietet, das sie bis in die Nähe der geheimnisvollen Insel bringen soll. Direkt dorthin fahren darf das Boot nicht, da die Insel in einem Naturschutzgebiet liegt. Nach einer Nacht unter dem sternenklaren Himmel Thailands macht sich das Trio am nächsten Tag schwimmend auf den Weg zu der Insel, auf der es den unberührten weißen Strand geben soll.
Auf der Insel angekommen, entdecken sie, daß es den sagenumwobenen Strand zwar gibt, gleichzeitig aber auch, daß sie nicht wie erwartet alleine auf der Insel sind. Zuerst entkommen sie einer Gruppe bis an die Zähne bewaffneter Canabisbauern nur knapp, dann stoßen sie auf eine recht große Gruppe von Aussiedlern, die sich auf der Insel niedergelassen haben, und das Geheimnis der Insel um jeden Preis hüten wollen. Dieser Gruppe schließen sich Richard und seine beiden Mitreisenden an, in der Hoffnung, eine schöne Zeit fernab vom hektischen Rest der Welt zu verbringen. Aber auch an diesem Ort, der durchaus so aussieht, wie ein Amerikaner oder Mitteleuropäer sich das Paradies vorstellen mag, gibt es genügend Probleme, die es zu lösen gilt.

Nach dem Besuch dieses Filmes stößt man unweigerlich auf eine Frage: zu welchem Preis ist es in noch vertretbar, das Leben eines Einzelnen hinter den Interessen einer Gruppe beziehungsweise einer "goldenen Regel" anzustellen? So lange sich auf der Insel alle an diese Regel, niemandem von der Existenz des Paradieses zu erzählen, halten, wird niemand, vor allem aber kein Tourist, dorthin kommen, was aber ist, wenn das Leben eines Menschen davon abhängt, ob er medizinisch versorgt wird oder nicht? Der Preis, auf der Insel bleiben zu dürfen, ist also schon mit einem gewissen gesundheitlichen Risiko verbunden, das einen bitteren Beigeschmack zu dem Bild des Paradieses mit sich bringt.
Sehr gut getroffen, sowohl optisch als auch musikalisch, ist der Kontrast zwischen der Hektik der Zivilisation und der Ruhe auf der Insel. Leider aber scheint der Film ganz und gar auf Leonardo DiCaprio zugeschnitten zu sein, was den anderen Hauptpersonen, vor allem den beiden Franzosen Virginie Ledoyen und Guillaume Canet, so gut wie keine Möglichkeit läßt, sich auf der Leinwand auszubreiten. In diesem Zusammenhang finde ich es ganz witzig, daß der Film in Deutschland, wohl wegen der teilweise doch sehr blutigen Szenen und Drogenverherrlichung, von der FSK eine Altersfreigabe ab 16 Jahre bekommen hat, und ein Großteil des potentiellen Publikums, nämlich die Teenies, die sich den Film nur wegen DiCaprio anschauen würden, "The Beach" überhaupt nicht sehen dürfen. Allzuviel verpassen sie aber auch nicht, der Film ist zwar ganz nett, lebt von großartigen Bildern und Landschaftsimpressionen, insgesamt ist er aber doch belanglos, da hätte ich von Danny Boyle, dem Regisseur von "Trainspotting" und "Lebe lieber ungewöhnlich" irgendwie doch etwas mehr erwartet.

Wertung von Heinz:
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