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Kritik von Martin Zopick zu 'Les amours d'Astrée et de Céladon'

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Partner von Entania
Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 16.07.2017
10%
Ein Schäferspiel, das im Rokoko spielt und das sich ausschließlich um die Liebe dreht. Der große Eric Rohmer hat einen Film gemacht, der aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Typisch für das Genre hüpfen hier putzige Nymphen und leichtfüßige Schäfer umeinand, verlieben sich, trennen sich durch Missverständnisse und finden sich am Ende wieder. Der Titel fokussiert sich auf Astrée (Stéphanie Crayencour) und Céladon (Andy Gillet). Er wird nach einem misslungenen Suizidversuch von drei Nymphen gesund gepflegt. Und die wollen den schönen Jüngling natürlich nicht wieder davonziehen lassen.
Endlose Dialoge über Bienen und Blüten bestimmen die Szenerie. Man schwelgt in depressivem Selbstmitleid. Damit das noch schöner und schwerer zu ertragen ist verzieht sich Céladon in den Wald und verkleidet sich mehrfach als Mädchen. Er schwadroniert über die absolute Liebe und die zwischen Bruder und Schwester. Man muss sich zwingen ihm gedanklich zu folgen. Dabei sagt er weißgott nichts Neues. Er verklausuliert es nur umständlicher als das Silbenrätsel 'Um die Ecke gedacht'. Da im Original gedreht, tun die deutschen Untertitel ein Übriges um das Verständnis zu vernebeln.
Wer die erste halbe Stunde überstanden hat, dem gelingt es vielleicht auch den Rest durchzustehen. Rohmer ist nie ein leichter Film gelungen, aber der hier ist schwieriger als atmen unter Wasser ohne Sauerstoffflasche. Es drängt einen aufzutauchen (wegzuzappen!) und Luft zu schnappen. Und dabei lebt es sich in Arkadien doch so schön! Nur davon kriegt man hier nicht viel mit. Oh Eric!?
Auf jeden Fall sollte man sich - wenn überhaupt - diesen Film zusammen mit '"Maestro"' anschauen. Reihenfolge ist egal, ob erst das Original (A&C) und dann die Hommage / Persiflage oder umgekehrt.
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