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Kritik von Michael Scharsig zu 'Cloud Atlas - Alles ist verbunden'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 17.11.2012
95%
Sequel ist der englische Begriff für eine Fortsetzung.
Ein Prequel ist eine Fortsetzung eines Films, die aber chronologisch vor der Handlung des vorherigen Werks angesiedelt ist.
Ein Spoiler ist eine Information zur Handlung, die wesentliche Spannungs- oder Überraschungselemente vorwegnimmt.
RTL, vormals RTL plus, ist einer der ersten deutschsprachigen Privatsender. Ursprünglicher Sitz des Senders war Luxemburg, inzwischen sind die Studios in Köln. Zur Mediengruppe RTL Deutschland gehört - neben den Sendern, in denen RTL im Namen vorkommt - unter anderem auch VOX und der Nachrichtenender n-tv.
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"Cloud Atlas" ist einer der absoluten Kino-Höhepunkte des Jahres 2012. Der deutsche Regisseur Tom Tykwer wollte etwas Neues schaffen, dass sich neben den ganzen Prequels und Sequels und Prequel-Sequels als eigenständig und intelligent aber trotzdem unterhaltend auszeichnet - und das ist ihm zusammen mit den Matrix-Geschwistern Andy und Lana Wachowski gelungen.

Die komplette Geschichte hier zu erfassen würde den Rahmen sprengen. "Cloud Atlas" erzählt in einer Zeitspanne von 500 Jahren sechs Geschichten, aus sechs verschiedenen Epochen. Die Personen in diesen Geschichten sind mit denen aus den anderen Stories verbunden. Darsteller wie Tom Hanks, Halle Berry, Ben Winshaw, Susan Sarandon, Hugo Weaving oder Jim Broadbent übernehmen in jeder dieser Geschichten mehr oder weniger größere Rollen diverser Charaktere. Das alles wird einem in drei Stunden Filmlänge geboten. Wer die Inhalte dieser sechs Geschichten (ohne Spoiler!) lesen möchte, dem kann ich meinen Artikel "Cloud Atlas - die wirre Geschichte zum Kino-Meisterwerk" empfehlen.

Zum Film: "Cloud Atlas" verbindet nicht nur Geschichten und Personen, sondern auch Genres. Von Geschichte über Drama und Thriller bishin zu Science Fiction und Endzeit-Epos wird dem Zuschauer alles geboten. Humor kommt dabei genauso wenig zu kurz, wie blutige Szenen, Action oder emotionale Momente. Die eindrucksvollen Bilder und Landschaften bleiben im Gedächtnis und die Darsteller spielen ihre Rollen fast ausschließlich brillant. Wer Hugo Weaving als Frau oder Teufel sehen möchte, oder wissen will wie sich Jim Sturgess als Asiate schlägt, der wird auch von einer blonden und weißen Halle Berry, oder der rothaarigem Amerikanerin Doona Bae begeistert sein. Susan Sarandon als Mann ist ein weiteres Masken-Highlight.

Natürlich erschlägt die Detailverliebtheit den Zuschauer beim ersten Mal. Die sechs Geschichten werden nicht nacheinander, sondern ineinander verschachtelt erzählt. Fast nach jedem Kameraschnitt springt "Cloud Atlas" in eine andere Epoche. Genau das macht den Film aber so spannend. Erst nach dem zweiten oder dritten Mal können im Prinzip alle kleinen Verknüpfungen erfasst werden. Von den tollen Masken und der brillanten Erzähltechnik mal abgesehen sind auch die Leistungen der Schauspieler grandios. Endlich sieht man wieder einen Tom Hanks der's drauf hat und auch Hugo Weaving oder Halle Berry spielen klasse. Götz Otto ("Iron Sky") und Katy Karrenbauer ("Frauenknast") in Nebenrollen hätten sich die Macher aber sparen können.

Fazit: "Cloud Atlas" ist seit "Inception" und "Matrix" die wohl intelligenteste Geschichte, die je verfilmt wurde. Popcorn-Kino vereint sich mit Intellekt und Spiritualität. Dieser Film ist weder effektüberladen, noch zu dialoglastig. RTL-Zuschauer werden sich von diesem Meisterwerk eher gestört fühlen, wer aber bei guten Filmstoffen abschalten kann, der wird diesen Streifen lieben. Tipp: Wer schon immer wissen wollte, wie de menschliche Sprache nach der Apocalypse klingt, der wird hier bestens belehrt.

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