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Kritik von Benjamin Falk zu 'Schwere Jungs'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 20.09.2017
30%
Wer nach schwachsinnigen Komödien sucht, kann schnell bestraft werden. Meistens ist es mir dann einfach nur zu doof, aber "Schwere Jungs" schafft nicht mal dies. Der Film ist enttäuschend flach, wirkt lustlos und bietet einfach keine Gags. Mega peinlicher Schwachsinn wäre mir da eigentlich lieber gewesen.

Schon das Drehbuch ist mehr oder weniger für die Tonne, denn eine echte Handlung gibt es kaum. Da geht es um John, der seiner Nichte mal versprochen hat, für ihr Studium aufzukommen. Dummerweise ist es nun soweit und er muss sein Versprechen erfüllen, hat aber nicht das Geld, um dies zu tun. Also schlägt man kriminelle Wege ein. Jason Lee muss dies ziemlich lustlos hinter sich bringen, weil er keine Lacher spendiert bekommt. Wen nimmt man als Partner, wenn es schräg sein muss? Natürlich Tom Green, der hier aber ebenfalls wenig reißen kann. Nun hätte man die Grundidee natürlich für reichlich Blödsinn nutzen können, aber das macht man bei "Schwere Jungs" kaum, denn die Story dümpelt nur so vor sich hin, besitzt kaum einen roten Faden und man weiß selbst nach einer Stunde Laufzeit noch immer nicht, was hier denn eigentlich erreicht werden sollte. Ein Mann, der die Einbrecher dafür missbraucht, sich als seine Frau auszugeben, ist da schon gleich der beste Lacher. Ansonsten muss man sich damit zufrieden geben, wenn ein Klumpen Käse in der Mikrowelle warmgemacht wird. Was haben wir gelacht!

Irgendwie will das hinten und vorne nicht funktionieren. Der Humor ist nicht schlecht, er ist einfach kaum anwesend. Es gibt nahezu keine Pointen und die meisten Witze zünden nicht ansatzweise. Da bringt es auch nichts, dass Richard Jenkins und John C. McGinley vorbeischauen, denn jegliches Potenzial der Darsteller wird hoffnungslos unterfordert. Bei der lustlosen Figurenzeichnung ist das kein Wunder. Niemand ist sympathisch und doof markant ist das ebenfalls nicht geraten, selbst wenn man erkennt, dass dies so angestrebt wurde. Handwerklich ist natürlich alles im grünen Bereich - typische Hollywood-Mainstream-Komödie halt. Sieht optisch nett aus, besitzt jedoch kaum Inhalt. Einen Tiefgang in der Handlung habe ich nicht bemerkt und selbst wenn hier alle im Streit auseinandergehen würden, es würde mich als Zuschauer kalt lassen. Es gibt sonst weiter nichts zu sagen, nur dass die knapp 90 Minuten Laufzeit sich hinziehen wie Kaugummi. Am Ende war ich froh, dass es vorbei war.

Fazit: 3 Punkte kann man "Schwere Jungs" gnädigerweise noch geben, weil es ein paar solide Ideen gab und man auch mal schmunzeln kann. Das war's dann aber auch. Hier will sonst nichts so richtig funktionieren. Das Drehbuch ist misslungen und dermaßen ziellos, dass es ärgerlich wird. Die an sich guten Darsteller sind völlig unterfordert und bekommen leider eine unbrauchbare Figurenzeichnung spendiert. Handwerklich ist das alles solide gemacht, aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass man sich hier nur langweilen kann, anstatt zu lachen und Spaß zu haben. Für mich war das eine herbe Enttäuschung und ich rate deshalb nur von "Schwere Jungs" ab!

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