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Kritik von Benjamin Falk zu 'Bulletproof Monk - Der kugelsichere Mönch'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 23.03.2011
60%
"Bulletproof Monk" habe ich noch nie ganz gesehen, immer nur ein bisschen im TV. Ich wollte ihn nun auch mal komplett sehen. Der Film erhielt sehr schlechte, aber auch gute Kritiken, war in den USA jedoch ein großer Flop. Eigentlich ist das schade, denn mir gefällt dieser Film relativ gut.

Okay, die Story ist nicht gerade der Hammer. Es geht um einen Mönch, der eine Schriftrolle aufbewahren muss. Diese Schriftrolle ist der Schlüssel zu unendlicher Macht. Seit 60 Jahren tut der Mönch das nun schon und genau alle 60 Jahre bietet sich die Gelegenheit einen Nachfolger zu ernennen. Diesen scheint der Mönch nun in Kar gefunden zu haben. Er ist sich zwar unsicher, aber der Zuschauer weiß dies sofort. Allerdings gibt es da auch noch den bösen Strucker, ein Nazi, welcher seit 60 Jahren versucht die Schriftrolle zu bekommen und nun zu seinem letzten Schlag ausholt.
Nein, die Handlung ist nicht so besonders gut. Sie basiert auf einen Comic und wie man das nun vom Comic übernommen hat, weiß ich nicht. Es gibt hier reichlich Klischees zu sehen und der Verlauf der Handlung ist mehr oder weniger vorhersehbar. Mir hat das aber nicht allzu viel ausgemacht, weil ich "Bulletproof Monk" sympathisch fand.

Und das liegt größtenteils an den tollen Darstellern. Chow Yun-Fat spielt den namenlosen Mönch und ich fand ihn von Anfang bis Ende durchaus sympathisch. Er ist vielleicht nicht der größte Komiker und in Kampfszenen besser aufgehoben, aber er spielt so richtig schön locker und seine Performance macht Spaß. Daneben gefiel mir auch Seann William Scott sehr gut. Er ist da schon viel eher vom Komödienfach, wirkt aber auch in den Kampfszenen nicht deplatziert und scheint viel Spaß an seiner Rolle gehabt zu haben. Gerade Scott und Yun-Fat machen zusammen richtig Spaß. Da stimmt einfach die Chemie und sie spielen wirklich sehr gut. Jaime King hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und sie spielt schön tough und als Bösewicht fand ich Karel Roden auch sehr gut besetzt. Die restlichen Darsteller spielen ebenso gut.
Die Figurenzeichnung ist sicherlich recht banal und nicht besonders gut. Sehr viel Tiefe bekommen die Charaktere nicht, teilweise wirkt die Figurenzeichnung sogar recht konstruiert, aber das fand ich nicht so schlimm, da ich alle sehr sympathisch fand.

Die Inszenierung ist ordentlich geworden. "Bulletproof Monk" hat von Anfang an ein sehr hohes Tempo und das ist gut so. So macht man sich als Zuschauer nämlich weniger Gedanken um die dünne Story. Handwerklich ist das solide gemacht. Es gibt natürlich einiges an Action zu sehen und auch hier wurde das anständig realisiert. Es gibt viele Kampfszenen, die an Martial-Arts angelehnt sind und die Choreografie ist vielleicht nicht atemberaubend, aber gelungen.
Die Atmosphäre fand ich ziemlich gut. Der Film ist insgesamt überraschend düster. Die Bilder wirken meist recht kühl. Daneben ist "Bulletproof Monk" aber auch sehr amüsant. Gerade wenn Kar den Mönch kennenlernt, macht das doch sehr viel Spaß. Man bekommt hier eine spaßige Actionkomödie, die auch einen großen Schuss Fantasy beinhaltet.

Der Unterhaltungswert ist solide, aber nicht berauschend. Da das Tempo sehr hoch ist, gibt es eigentlich keinen Leerlauf. Einige Dinge störten mich aber trotzdem. Die Bösewichte sind ziemliche Karikaturen und ein bisschen fehlten mir emotionale Stellen. Etwas mehr Witz hätte "Bulletproof Monk" übrigens auch vertragen können. Ich konnte schon desöfteren lachen, aber an manchen Stellen wird der Humor komplett herausgenommen. Dann regiert die Action das Geschehen und das ist sicher nicht verkehrt, hätte aber besser kombiniert werden können. So richtig spannend will es leider nicht werden, aber das empfand ich als nicht so schlimm.
Es gibt einige Effekte und diese kommen gerade bei den Actionszenen zu tragen. Das sieht nicht alles perfekt aus, geht aber in Ordnung. Der Film ist dann auch wieder so ein Fall wo eine Freigabe ab 14 Jahren mal sehr sinnvoll wäre. Für eine FSK: ab 12 Freigabe ist das eigentlich zu hart, für eine Freigabe ab 16 Jahren eigentlich zu harmlos.
Der Score ist sehr gut gelungen und begleitet das Geschehen passend.

Fazit: "Bulletproof Monk" ist eine sympathische Actionkomödie mit sehr sympathischen Darstellern, einer etwas hanebüchenen Story, einer guten Inszenierung und einer amüsanten Atmosphäre. Es gibt etwas Humor, reichlich Action und ich fühlte mich recht kurzweilig unterhalten. Somit stellt der Film sicher nichts Besonderes dar, macht aber dennoch Spaß!

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